{"id":326,"date":"2019-10-01T17:45:47","date_gmt":"2019-10-01T15:45:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/?p=326"},"modified":"2020-02-06T21:36:50","modified_gmt":"2020-02-06T20:36:50","slug":"was-ist-normal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/index.php\/2019\/10\/01\/was-ist-normal\/","title":{"rendered":"Was ist normal?"},"content":{"rendered":"\n<h3>\nWas ist normal?<\/h3>\n\n\n\n<p>Gestern war ich an einem bemerkenswerten Gespr\u00e4ch beteiligt. Es\nging um das zunehmende Suchtverhalten in unserer Gesellschaft und wie\nsich dieses belastend auf die Arbeitsqualit\u00e4t und ebenso auf das\nUmfeld auswirkt. Zur Sprache kamen nicht die schweren S\u00fcchte wie\nz.B. Drogenkonsum. Die vielen kleinen, von der Gesellschaft\ntolerierten und in der pers\u00f6nlichen Sichtweise heruntergespielten\nS\u00fcchte oder S\u00fcchtchen k\u00f6nnen insgesamt sehr negative Resultate\nhervorbringen. \n<\/p>\n\n\n\n<h3>Und gleich kam die Illustration<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich war im Zug auf der Heimfahrt. Schr\u00e4g vor mir nahmen eine auffallend \u00fcbergewichtige Frau und ein sch\u00e4tzungsweise 10 Jahre altes M\u00e4dchen Platz. Das Smartphone wurde ausgepackt, um den Einkaufszettel zusammenzustellen.  <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Frage an das M\u00e4dchen: &#8222;Was m\u00f6chtest du?&#8220; Antwort: &#8222;Salat!&#8220; R\u00fcckfrage: &#8222;Findest du Salat interessant?&#8220;  <\/p>\n\n\n\n<p>Hopla, musste ich denken, dieser Frau w\u00fcrde ein wenig Salatdi\u00e4t\ngewiss nicht schaden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das M\u00e4dchen hat dann doch noch gewonnen mit seiner Antwort: &#8222;Ich\nm\u00f6chte die Salatsauce selbst machen.&#8220; \n<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr eine aufschlussreiche Erfahrung! Extremes \u00dcbergewicht\nkommt meistens nicht ohne eine Gewohnheit als Ausl\u00f6ser. Und diese\nGewohnheit m\u00f6chte man auf keinen Fall aufgeben. Bei den meisten\nS\u00fcchten ist es ein Gef\u00fchl oder eine Stimmung, welche man immer\nwieder reproduzieren m\u00f6chte. Und ohne jenes Gef\u00fchl scheint das\nLeben seinen Sinn zu verlieren. Wie sehr wir von Gef\u00fchlen und\nStimmungen abh\u00e4ngig sind, zeigt sich erst, wenn wir uns dazu\nentschliessen, eine liebgewordene Gewohnheit zu \u00e4ndern oder\naufzugeben. Da wird&#8217;s echt hart! Und wenn&#8217;s eben nicht funktioniert,\nhaben wir rasch die Ausrede zur Hand: Es ist eben normal, dass jeder\nMensch auch seine unguten Gewohnheiten oder seine zu tolerierenden\nS\u00fcchtchen hat.<\/p>\n\n\n\n<h3>Menschen, die mit Christus verbunden sind, haben\neine bessere Ausgangsbasis.<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer sich Jesus Christus zuwendet und sein Leben unter Gottes F\u00fchrung stellt, ist nicht mehr allein im Kampf gegen schlechte Gewohnheiten oder gegen sein Suchtverhalten. Der an Christus Glaubende empf\u00e4ngt den Heiligen Geist, und dieser Geist ist Gottes Kraft. Davon spricht der Apostel Paulus klar und unmissverst\u00e4ndlich im Epheserbrief&nbsp;1,18-20:  <em>&#8222;Er \u00f6ffne euch die Augen des Herzens, damit ihr erkennt &#8230; mit was f\u00fcr einer \u00fcberw\u00e4ltigend grossen Kraft Er unter uns, den Glaubenden, am Werk ist. Es ist dieselbe gewaltige St\u00e4rke mit der Er am Werk war, als Er Christus von den Toten auferweckte und Ihm in der himmlischen Welt den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab.&#8220;<\/em>   <\/p>\n\n\n\n<p>Ja, es ist richtig, uns selbst fehlt die Kraft, um schlechte Gewohnheiten abzulegen. Darum stehen wir immer auf verlorenem Posten, wenn wir in eigener Kraft oder in Eigenregie ans Werk gehen. Das sollen wir jedoch nicht, denn es selbst zu probieren, w\u00e4hrend uns doch die gr\u00f6sste Kraft versprochen wurde, w\u00e4re definitiv Dummheit.  <\/p>\n\n\n\n<p>Wie aber wird Gottes Kraft aktiv? Das ist eine zentrale Frage, denn die Befreiung von schlechten Gewohnheiten und S\u00fcchten geschieht nicht nach einem Automatismus-Prinzip. Gott bezieht uns in den Prozess mit ein. Auf meiner menschlichen Seite sind zwei Schritte notwendig, die ich zu gehen habe. Der erste Schritt lautet: Ich soll bereit sein, dass ich das, was ich aufgeben soll, auch wirklich und entschlossen los lasse. Der zweite Schritt ist das v\u00f6llige Vertrauen in Gott, in seine Zusage und in die gewaltige Kraftwirkung seines Geistes. Diese beiden Schritte habe ich im Gehorsam gegen\u00fcber Gott zu gehen. Dann folgt die Erfahrung, n\u00e4mlich die wunderbare Freiheit der Kinder Gottes.<\/p>\n\n\n\n<h3>Christen leben in einer anderen Normalit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>Weil Gott die gr\u00f6sste Kraft einsetzt, um uns ein befreites Leben unter seiner F\u00fchrung zu erm\u00f6glichen, gilt f\u00fcr einen lebendigen Christen eine neue Normalit\u00e4t. Es w\u00fcrde nicht seiner von Gott empfangenen Identit\u00e4t entsprechen, wenn ein an Christus Glaubender weiterhin den Weg des geringsten Widerstandes w\u00e4hlen w\u00fcrde. Denn dann h\u00e4tte er umsonst die Zusage der Kraft Gottes erhalten. Somit ist es f\u00fcr einen lebendigen Christen normal, dass er schlechte Gewohnheiten ablegt resp. sein Suchtverhalten \u00fcberwindet, auch wenn dies oft mit einem Wachstumsprozess einhergeht und manchmal nicht von heute auf morgen funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daraus folgt: Das \u00dcberwinden geh\u00f6rt zur neuen Normalit\u00e4t\neines Christen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das hat nichts mit Moralvorschriften zu tun, die wir erf\u00fcllen\nm\u00fcssten. Im Gegenteil, es handelt sich um ein g\u00f6ttliches Geschenk,\ndenn Gott selbst bewirkt durch seine Kraft in uns ein neues\nVerhalten. Die folgenden Bibelstellen m\u00f6gen dies verdeutlichen:<\/p>\n\n\n\n<p>1Johannesbrief 5,4: <em>&#8222;Denn alles, was aus Gott geboren ist, \u00fcberwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt \u00fcberwunden hat.&#8220; <\/em>   <\/p>\n\n\n\n<p>R\u00f6merbrief 12,21:  <em>&#8222;Lass dich nicht vom B\u00f6sen \u00fcberwinden, sondern \u00fcberwinde das B\u00f6se mit Gutem.&#8220;<\/em>   <\/p>\n\n\n\n<p>R\u00f6merbrief&nbsp;8,37: <em>&#8222;Aber in dem allen \u00fcberwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.&#8220;<\/em>   <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss sollten wir uns der Frage stellen: Wie sollen Menschen\nin dieser Welt Gottes Kraft kennen lernen, wenn die Christen ein\nkraftloses Leben nach den gleichen Verhaltensmustern wie\nNichtchristen leben?<\/p>\n\n\n\n<p>Geben wir doch Gottes Kraft Raum, um unser Leben als lebendiges Schaumodell zu gebrauchen! Menschen, die auf der Suche sind, sollen in unserem Leben Gottes gewaltige Kraftwirkung erkennen k\u00f6nnen! Die Wahrheit muss schaubar werden (R\u00f6merbrief&nbsp;1,16):  <em>&#8222;Ich sch\u00e4me mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist <strong>Gottes Kraft zur Errettung f\u00fcr jeden, der glaubt.&#8220;<\/strong><\/em><br>F\u00fcr einen lebendigen Christen ist das Prinzip des \u00dcberwindens die Normalit\u00e4t.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist normal? Gestern war ich an einem bemerkenswerten Gespr\u00e4ch beteiligt. Es ging um das zunehmende Suchtverhalten in unserer Gesellschaft und wie sich dieses belastend auf die Arbeitsqualit\u00e4t und ebenso auf das Umfeld auswirkt. Zur Sprache kamen nicht die schweren S\u00fcchte wie z.B. Drogenkonsum. 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