{"id":665,"date":"2022-08-06T15:15:18","date_gmt":"2022-08-06T13:15:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/?p=665"},"modified":"2022-08-06T15:15:18","modified_gmt":"2022-08-06T13:15:18","slug":"gnade-genuegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/index.php\/2022\/08\/06\/gnade-genuegt\/","title":{"rendered":"Gnade gen\u00fcgt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"1000\" height=\"703\" src=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Streichholz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-666\" srcset=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Streichholz.jpg 1000w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Streichholz-300x211.jpg 300w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Streichholz-768x540.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>&#8222;&#8230;denn meine Kraft wird in Schwachheit vollkommen.&#8220; 2Kor 12,9<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<p>Wer im Dienst des Reiches Gottes an der Front arbeitet, kennt es: Entmutigung. Die eigene Arbeit, die geistliche Qualit\u00e4t, die praktischen F\u00e4higkeiten, die erreichten Resultate werden hinterfragt. Die Differenzen zu den gehegten Erwartungen und den gesteckten Zielen erscheinen riesig. Die Sinnfrage steht unausweichlich im Raum und verlangt nach Antworten. Und logischerweise dr\u00fcckt dies alles aufs Gem\u00fct. <!--more--><\/p>\n<p>Zeiten der Entmutigung sind typisch f\u00fcr Menschen, die im Reich Gottes an der Front stehen. Und das Sich-selbst-hinterfragen darf nicht nur negativ betrachtet werden. Es kann sich durchaus positiv und konstruktiv auf das eigene Leben, wie auch auf die Qualit\u00e4t des Dienstes auswirken. Allerdings darf dieser Prozess nicht dazu f\u00fchren, dass wir Gott in seiner Person, in seiner Liebesbeziehung zu uns, in seiner Gerechtigkeit, oder auch in seinem f\u00fcr uns oft unbegreiflichen Handeln hinterfragen. Er ist souver\u00e4n.<\/p>\n<p>Wir brauchen uns also kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn uns Entmutigung \u00fcberf\u00e4llt. Sobald wir n\u00e4mlich die Schuldfrage mit ins Spiel bringen, st\u00fcrzen wir zwangsl\u00e4ufig noch tiefer in die Resignation. Entscheidend ist, dass wir mit der Entmutigung richtig umgehen. Wenn wir innerlich am Boden liegen, sollten wir uns nicht zuerst mit der Frage auseinandersetzen: &#8222;<strong>Warum<\/strong> kam es zu dieser Niedergeschlagenheit, was habe ich falsch gemacht?&#8220; Nat\u00fcrlich gibt es im eigenen Verhalten Mechanismen, welche zur Entmutigung beitragen. Aber das Forschen nach den Ursachen, jenes &#8222;Sich-selbst-setzieren&#8220;, richtet uns nicht auf. Viel wichtiger ist die Frage: <strong>Woher<\/strong> kommt die Entmutigung? Diese Frage f\u00fchrt uns zur Quelle!<\/p>\n<p><strong>Ja, Entmutigung stammt letztlich aus einer Quelle<\/strong>. <br \/>Saturnin Wasserzug, der Mitbegr\u00fcnder der Bibelschule Beatenberg, hatte dies treffend in dem Satz formuliert, welchen er immer wieder zitierte: <br \/><strong>&#8222;Alle Entmutigung kommt vom Teufel, Gott entmutigt nie.&#8220;<\/strong> <br \/>Richtig, Gott entmutigt nie. Im Gegenteil, Gott ermutigt uns. Versuchen Sie mal zu z\u00e4hlen, wie oft der Satz in der Bibel steht: &#8222;F\u00fcrchte dich nicht!&#8220; Mit diesem tr\u00f6stenden Zuspruch begegnet unser HERR seinen erm\u00fcdeten, ausgelaugten, entt\u00e4uschten und entmutigten Dienern. Hab keine Angst!<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich versuchte ich dies in einem Seelsorgegespr\u00e4ch zu illustrieren. Ich wollte veranschaulichen, dass wir uns durchaus nicht sch\u00e4men sollten, wenn wir uns schwach und hilflos vorkommen. Dazu habe ich ein Streichholz auf seiner ganzen L\u00e4nge an einen dicken Nagel festgebunden (siehe obiges Bild!). Das Streichholz ist so schwach, dass es zwischen drei Fingern zerbrochen werden kann. Wenn es jedoch in seiner ganzen L\u00e4nge an den Nagel festgebunden wird, kann es jeder Belastung standhalten. Es ist nicht so, dass es jetzt in sich selbst stark w\u00e4re, sondern es h\u00e4lt stand, weil der Nagel stark ist. So d\u00fcrfen wir uns selber als begrenzte, fehlerbehaftete, schwache Menschen akzeptieren im Wissen, dass der siegreiche Herr, mit dem wir fest verbunden sind, jeder Belastungsprobe gewachsen ist.<\/p>\n<p>Der grosse Apostel Paulus hat dies sehr eindr\u00fccklich am eigenen Leib erfahren. In 2Korinther 12 berichtet er von einem schweren Leiden, das ihm auferlegt wurde. Er hatte drei Mal den HERRN angefleht, dass ihm dieses Leiden abgenommen w\u00fcrde. Aber Gott antwortete ihm in Vers 9:<\/p>\n<p><em>&#8222;Doch der Herr hat zu mir gesagt: \u00bbMeine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.\u00ab Daher will ich nun mit gr\u00f6\u00dfter Freude und mehr als alles andere meine Schwachheiten r\u00fchmen, weil dann die Kraft von Christus in meinem Leben sichtbar wird&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Damit ist alles gesagt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer im Dienst des Reiches Gottes an der Front arbeitet, kennt es: Entmutigung. Die eigene Arbeit, die geistliche Qualit\u00e4t, die praktischen F\u00e4higkeiten, die erreichten Resultate werden hinterfragt. Die Differenzen zu den gehegten Erwartungen und den gesteckten Zielen erscheinen riesig. Die Sinnfrage steht unausweichlich im Raum und verlangt nach Antworten. 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