{"id":780,"date":"2023-06-11T15:46:23","date_gmt":"2023-06-11T13:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/?p=780"},"modified":"2023-06-12T20:30:35","modified_gmt":"2023-06-12T18:30:35","slug":"gelebte-liebe-kann-sie-kriege-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/index.php\/2023\/06\/11\/gelebte-liebe-kann-sie-kriege-verhindern\/","title":{"rendered":"Gelebte Liebe &#8211; kann sie Kriege verhindern?"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"250\" height=\"273\" src=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Zerstoertes_Haus.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-790\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><br><br>Vortrag von <br>Heinrich Kuhn<br>7. Juni 2023<br>in der FMG-<br>Unterseen-<br>Interlaken<br><\/p>\n\n\n\n<h1>Einf\u00fchrung<\/h1>\n\n\n\n<p>Es f\u00e4llt auf, dass in letzter Zeit die Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine bessere Welt sich h\u00e4ufen. Von unterschiedlichsten Perspektiven her wird das Thema er\u00f6rtert. Allen gemeinsam ist das Pr\u00e4dikat: Der Status quo ist nicht gut. Leid, Krieg und Hunger sollte es nicht geben. Auch Klaus Schwab pr\u00e4sentierte seine L\u00f6sung f\u00fcr das Jahr 2030 und verspricht mit seinem &#8222;Great Reset&#8220;, dass dann alle Menschen gl\u00fccklich sein werden. Ob das die richtige L\u00f6sung ist &#8230; ?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fragen uns: Hat die Bibel eine L\u00f6sung, um Kriege zu verhindern?<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es gibt in 2K\u00f6nige 6 ein treffendes Beispiel, wie eine Liebestat den Krieg verhinderte. Der syrische K\u00f6nig unternahm immer wieder Raubz\u00fcge gegen Israel. Nun sandte er sein Heer gegen Dotan, wo der Prophet Elischa wohnte. Der Prophet bat den HERRN: &#8222;Schlage sie mit Blindheit!&#8220; &#8211; und Gott tat es. Dann f\u00fchrte Elischa das ganze Heer in die Hauptstadt Samaria und bat den HERRN: &#8222;\u00d6ffne ihnen die Augen!&#8220; In diesem Moment erkannten die Syrer, dass sie in einer Falle stecken. Der K\u00f6nig Israels wollte gleich losschlagen, aber Elischa befahl ihm:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Gib ihnen lieber etwas zu essen und zu trinken, und dann sollen sie zu ihrem K\u00f6nig zur\u00fcckkehren!<\/em><em> D<\/em><em>arauf liess der K\u00f6nig von Israel ein reiches Mahl f\u00fcr sie bereiten. Sie assen und tranken und durften dann heimkehren. Seitdem unternahmen die Syrer keine Raubz\u00fcge mehr in das Gebiet Israels.<\/em><em>&#8222;<\/em>(2K\u00f6nige 6,22)<\/p>\n\n\n\n<p>Das war in der Zeit des Alten Testaments. Was sagt das Neue Testament?<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00f6m 13,10 (GNB) <em>&#8222;<\/em><em>Wer liebt, f\u00fcgt seinem Mitmenschen nichts B\u00f6ses zu.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der Bergpredigt sagte Jesus in Mt 5,44-45: <em>&#8222;<\/em><em>Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet f\u00fcr alle, die euch verfolgen.<\/em><em>So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn <\/em><em>E<\/em><em>r l\u00e4sst seine Sonne scheinen auf b\u00f6se Menschen wie auf gute, und <\/em><em>E<\/em><em>r l\u00e4sst es regnen auf alle, ob sie <\/em><em>I<\/em><em>hn ehren oder verachten.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bergpredigt ist nicht einfach wohlgemeinte Empfehlung, sondern es handelt sich um die Thronrede unseres HERRN. Seit Himmelfahrt sitzt Er zur Rechten des Vaters auf dem Thron und hat alle Macht im Himmel und auf der Erde. In jener Thronrede verk\u00fcndete Er die Verfassung des Himmelreichs &#8211; und diese Verfassung ist verbindlich f\u00fcr alle seine Nachfolger. Auch jener Befehl &#8222;liebt eure Feinde&#8220; geh\u00f6rt zur verbindlichen Messschnur f\u00fcr unser Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser K\u00f6nig Jesus ist anders als alle politischen F\u00fchrer in dieser Welt. Jene erlassen Gesetze f\u00fcr ihre Untertanen. Jesus hat zuallererst seine Gesetze selbst eingehalten. Jesus hat tats\u00e4chlich seine Feinde geliebt. Und zwar nicht nur mit lieben Worten oder leeren Versprechungen, sondern mit der Tat. Er hat nicht nur seine J\u00fcnger geliebt, sondern auch f\u00fcr seine Verfolger gebetet. Hinter seinem Liebesgebot steht also sein authentisches Leben. Und dieses Leben war von A bis Z gelebte Liebe. Ja, Er konnte gar nicht anders leben, denn Gott ist Liebe (1Joh 4,16).<\/p>\n\n\n\n<p>\u2192 Nach diesen Worten m\u00fcssten wir eigentlich unsere Frage mit Ja beantworten: Liebe kann Kriege verhindern, denn Jesus hat die Liebe in die Welt gebracht und hat uns aufgefordert, die Liebe zu leben. Ist nun damit schon alles klar?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Werfen wir einen Blick in die reale Geschichte:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht, als Jesus geboren wurde, verk\u00fcndete der Engel: <em>&#8222;<\/em><em>Friede auf Erden!<\/em><em>&#8222;<\/em> Kurze Zeit sp\u00e4ter liess Herodes alle m\u00e4nnlichen Kleinkinder in Bethlehem ermorden. Ist das Friede?<\/p>\n\n\n\n<p>Jesus hat in seinem ganzen Leben die vollkommene Liebe ausgelebt, Er hat sogar f\u00fcr seine Feinde sein Leben hingegeben. Hat dies in seiner Zeit alle Zwietracht beseitigt und ein Friedensreich gebracht? Hat die Liebe von Jesus Christus die Feindschaft ausgel\u00f6scht? Wie war es wirklich? Das Gegenteil war der Fall. Seine Liebe provozierte, sie l\u00f6ste Neid, Eifersucht und Hass aus. Und dies f\u00fchrte dazu, dass ungef\u00e4hr im Jahr 30 der gr\u00f6sste Kriegszug aller Zeiten stattfand: Satan und seine D\u00e4monen benutzten scheinfromme Menschen, um gegen den Sohn Gottes in den Krieg zu ziehen und Ihn zu t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist damit unsere Frage beantwortet? Wir fragten: Kann Liebe Krieg verhindern? M\u00fcssen wir jetzt kleinlaut zugeben: Nein, Liebe kann trotz all unseren Erwartungen Kriege nicht verhindern? Ist das die letzte Erkenntnis? Nein! Auf keinen Fall! Wir wollen gemeinsam zu einer ausgewogenen Antwort kommen. Dazu werde ich vier Fragen nachgehen:<\/p>\n\n\n\n<h2>Die erste Frage: Was ist Liebe ihrem Wesen nach?<\/h2>\n\n\n\n<p>Als erstes: Liebe ist das Markenzeichen eines Christen. Leider wird das Christsein so oft negativ definiert mit allem, was ein Christ eben nicht tut. Aber das, was wir unterlassen, ist doch zweitrangig. Das Allerwichtigste ist, dass ein Christ Jesus \u00fcber alles liebt. Und von daher regelt sich alles andere, auch das, was wir unterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wahre Liebe ist also auf eine Person ausgerichtet, und zwar eine Person, die w\u00e4hrend der ganzen Menschheitsgeschichte ihre Liebe zu uns unter Beweis gestellt hat. Gott in seiner Person ist der Inbegriff der Liebe und sein Handeln ist ein Handeln aus Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Liebe, welche Gott den Menschen schenkt, ist prim\u00e4r nicht ein Gef\u00fchl, sondern eine Entscheidung, und zwar eine Entscheidung, die Gott getroffen hat, bevor Er die Welt erschuf. Schon damals hat Er sich vorgenommen, uns kleinen Erdenmenschlein seine uneingeschr\u00e4nkte Liebe zu schenken. Und trotz aller Untreue und trotz allem Versagen der Menschen bleibt Gott seiner Entscheidung treu.<\/p>\n\n\n\n<p>Gott nimmt seine Entscheidung so ernst, dass Er jeder Konkurrenz mit Eifersucht begegnet. Das wurde schon sichtbar, als Gott mit seinem auserw\u00e4hlten Volk Israel einen Bund schloss. Unmittelbar nach dem Bundesschluss provozierte Ihn sein Volk mit einem goldenen Kalb (2Mose 31). Sie waren im Begriff, ihre Liebe zu Gott mit einem G\u00f6tzen zu teilen. Aber Liebe kann man nicht teilen. Mose hat jenes Kalb zerschlagen und verbrannt. Israel kann nicht Eigentum des lebendigen Gottes sein und daneben sich noch einem G\u00f6tzen hingeben. Das heisst:<br><strong>Das wesentlichste Merkmal der Liebe ist ihre Ausschliesslichkeit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht haben wir M\u00fche mit diesem Gedanken der Ausschliesslichkeit. Weil Gott unsere Denkmuster und unsere Schw\u00e4chen genau kennt, gab Er uns eine Anschauungshilfe: Gott hat die Ehe gestiftet als Abbild f\u00fcr seine Liebe zu seinen erl\u00f6sten Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie war es bei mir, als ich noch Single war? Da gab es eine riesige Schar sch\u00f6ne Frauen im heiratsf\u00e4higen Alter. Ich habe mich f\u00fcr <em><strong>eine<\/strong><\/em> entschieden. Sie war die Auserw\u00e4hlte, d.h. all die vielen Millionen sch\u00f6nen Frauen in der Welt waren nicht auserw\u00e4hlt. Mein Ja zu der einen Auserw\u00e4hlten hat gleichzeitig ein Nein bedeutet gegen all die vielen nicht Auserw\u00e4hlten. Und die Eine hat sich f\u00fcr mich entschieden. Und sie hat damit ein klares Nein gesagt zu all den anderen Bewerbern, die auch da waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hatte ich das Recht, mich f\u00fcr die Eine zu entscheiden. Aber in der Folge gab es manche b\u00f6se Reaktionen von Seiten solcher, die eben nicht auserw\u00e4hlt waren. Das ist menschlich. Das ist verst\u00e4ndlich. Aber diese Reaktionen, die vom Neid geleitet waren, bergen den <strong>Keim des Krieges<\/strong> in sich. So liegen Liebe und Krieg sehr nahe beieinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau so ist es auch bei Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hat Gott das Recht, eine Wahl zu treffen. Er hat ein exklusives &#8222;Ja&#8220; gesagt zu seiner Auserw\u00e4hlten, zum Volk Israel in der Zeit des Alten Bundes. Er hat dieses Volk als sein besonderes Eigentum erw\u00e4hlt. Und alle anderen V\u00f6lker waren nicht erw\u00e4hlt. Wir erschrecken, wenn wir in Maleachi 1,2-3 (GNB) lesen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Darauf antwortet der HERR: Sind nicht Esau und Jakob Br\u00fcder? Trotzdem liebe ich Jakob<\/em><em> <\/em>(hier ein Synonym f\u00fcr Israel)<em>, <\/em><em>Esau aber hasse ich. Ich habe das Erbland der Nachkommen Esaus, das Bergland von Edom, zur W\u00fcste gemacht und es den Schakalen \u00fcberlassen.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort &#8222;hassen&#8220; darf hier nicht in der Schroffheit verstanden werden, wie es in unserer deutschen Sprache r\u00fcber kommt. Es dr\u00fcckt einfach das unnachgiebige &#8222;Nein&#8220; aus gegen\u00fcber denen, die nicht erw\u00e4hlt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Zeit des Neuen Bundes hat Gott sein erw\u00e4hltes Volk Israel f\u00fcr eine gewisse Zeit beiseite gestellt. Nun ist die Gemeinde Jesu Christi die Auserw\u00e4hlte. Es ist die Ekklesia (die Kirche), auf Deutsch die Herausgerufene. Es sind die Menschen, die Er aus allen V\u00f6lkern herausgerufen und zu seinem Eigentum erkl\u00e4rt hat. Und wieder gilt der gleiche Grundsatz: Gott sagt Ja zur Erw\u00e4hlten, zur Gemeinde, und Er sagt Nein zu allen Nicht-Erw\u00e4hlten. Und dieses Nein geht so weit, dass Paulus mit \u00dcberzeugung sagt (R\u00f6mer 8,38-39 GNB):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;<\/em><em>Ich bin ganz sicher, dass uns nichts von seiner Liebe trennen kann: weder Tod noch Leben, weder Engel noch D\u00e4monen noch andere gottfeindliche M\u00e4chte, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges,<\/em><em>weder Himmel noch H\u00f6lle. <\/em><em>Kein anderes Geschaffenes<\/em><em> kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes<\/em><em>, die uns verb\u00fcrgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Haben wir gut geh\u00f6rt? Gottes Liebe ist so ausschliesslich, dass gleich vorweg jede Konkurrenz ausgeschaltet ist. Wenn Paulus sagt, <em>&#8222;k<\/em><em>ein anderes Geschaffenes <\/em><em>kann <\/em><em>uns von der Liebe Gottes trennen<\/em><em>&#8222;<\/em>, so l\u00e4sst sich daraus schliessen: Selbst wenn es theoretisch noch auf einer entfernten Galaxie Leben geben sollte und dort Menschen leben sollten, so ist uns trotzdem die erste Liebe unseres HERRN Jesus Christus garantiert &#8211; und ER bleibt dabei. Das gibt unserem Vertrauen einen festen Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ausschliesslichkeit gilt nat\u00fcrlich auch in umgekehrter Richtung. Unsere Liebe zu Jesus Christus vertr\u00e4gt keine Konkurrenz. Dar\u00fcber spricht Jesus in Matth\u00e4us 6,24 sehr klar:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Niemand kann zwei Herren dienen<\/em><em> &#8230; i<\/em><em>hr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und auch in 1Joh 2,15 kommt dies klar zum Ausdruck:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe des Vaters keinen Platz in ihm.&#8220; <\/em>Diese beiden Seiten schliessen sich aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gottes Liebe ist also keine Liebe mit der Giesskanne. Ja, gewiss, Gott liebt alle Menschen als seine Gesch\u00f6pfe, und Er l\u00e4sst deshalb Regen fallen \u00fcber Gute und B\u00f6se. Und aus Liebe hat Christus am Kreuz die S\u00fcnde der ganzen Welt weggetragen. Er hat die ganze Welt mit Gott vers\u00f6hnt. Aber die Liebe zu seiner Auserw\u00e4hlten, die teilt Er mit niemandem sonst. Und genau so ist es f\u00fcr uns. Wir sollen alle Menschen lieben, die Liebesw\u00fcrdigen und die nicht Liebesw\u00fcrdigen. Aber unsere Liebe zu Jesus, die k\u00f6nnen wir mit niemandem und mit gar nichts teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein Hinweis auf unsere Liebe auf der waagrechten Ebene: Das Thema lautet  ja, <strong>gelebte<\/strong> Liebe. Es handelt sich folglich um die Liebe, welche auf die andere Person ausgerichtet ist. Diese Liebe wird von dem Anliegen getragen, dass es den anderen gut geht. Und dies ist bereits ein erster entscheidender Schritt hin zum Frieden.<\/p>\n\n\n\n<h2>Unsere zweite Frage lautet: Was ist Krieg?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Krieg beginnt in 1. Mose 3 beim S\u00fcndenfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Satan dringt in den Garten Eden ein, inkarniert als Schlange. Und es gelingt ihm, die ersten Menschen aus der Liebesbeziehung mit Gott zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>Durch eine Frage<\/strong>: <em>&#8222;Sollte Gott gesagt haben &#8230;&#8220;<\/em>  Mit dieser Frage s\u00e4te er Misstrauen und Zweifel an Gottes Liebe.<\/li><li><strong>Durch eine L\u00fcge:<\/strong> <em>&#8222;Ihr werdet nicht sterben &#8230;&#8220;<\/em>  Das heisst im Klartext: Gott hat euch angelogen, als Er sagte ihr m\u00fcsstet sterben, wenn ihr von diesem Baum esst.<\/li><li><strong>Durch ein Versprechen:<\/strong> <em>&#8222;Ihr werdet sein wie Gott &#8230;&#8220;<\/em>  Das bedeutet: Ihr k\u00f6nntet von Gott unabh\u00e4ngig und selbstbestimmt leben, ihr k\u00f6nntet Gott auf Augenh\u00f6he begegnen, aber Gott g\u00f6nnt euch das nicht. Das Resultat war:<\/li><\/ol>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-784\" width=\"591\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-1.png 954w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-1-300x181.png 300w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-1-768x462.png 768w\" sizes=\"(max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Adam und Eva sind als Gesch\u00f6pf Gott unterordnet, von Ihm abh\u00e4ngig. Gleichzeitig sind sie in einer Liebesbeziehung mit Gott verbunden. Darum ist die Abh\u00e4ngigkeit nicht Unterdr\u00fcckung, sondern liebevolle F\u00fcrsorge. Und der erwartete Gehorsam ist nicht Zwang, sondern Ausdruck der Liebe zum Sch\u00f6pfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kommt die Schlange und k\u00f6dert die Menschen. Der Satan will, dass die Menschen ihn lieben und dass sie seinen Willen tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seiner ersten Frage l\u00f6st er die Menschen aus der Liebesbeziehung zu Gott und verf\u00fchrt sie dazu, dass sie Gottes Gebot \u00fcbertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Von nun an ist die Beziehung zu Gott durch Ungehorsam und Rebellion gepr\u00e4gt. Und dadurch wird der Mensch vor Gott schuldig. Als Rebell und mit Schuld beladen hat der Mensch keinen Zugang mehr zu Gott. Er ist <strong>von der Lebensquelle abgetrennt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"619\" src=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-2-1024x619.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-785\" srcset=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-2-1024x619.png 1024w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-2-300x181.png 300w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-2-768x464.png 768w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-2.png 1246w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Und weil die Menschen dem Satan gehorchten, geraten sie in eine Abh\u00e4ngigkeit von ihm und m\u00fcssen ihm nun gehorchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen bleiben nicht nur auf die Menschen beschr\u00e4nkt, sondern auch auf ihren Verwaltungsbereich, denn Gott hatte seine Menschen als Verwalter alles Geschaffenen auf der Erde eingesetzt (1Mose 1,28b nach GNB):<br><em>&#8222;&#8230;Ich setze euch \u00fcber die Fische im Meer, die V\u00f6gel in der Luft und alle Tiere, die auf der Erde leben, und <\/em><em><strong>vertraue sie eurer F\u00fcrsorge an<\/strong><\/em><em>.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Alles Geschaffene auf der Erde geh\u00f6rt also in den Verantwortungsbereich der Menschen. Aber weil die Menschen Gottes Anordnung missachteten und dem Satan gehorchten, konnte der Satan in den Verantwortungsbereich der Menschen eindringen und diesen an sich reissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seither versteht er sich als F\u00fcrst dieser Welt. Er nimmt dieses Recht f\u00fcr sich in Anspruch, und er wird in der Bibel oft auch so bezeichnet. Sein Ziel ist eindeutig die Weltherrschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6gen erschrecken, wenn wir in der Versuchungsgeschichte lesen, was der Satan Jesus gegen\u00fcber behauptet z.B. in Lukas 4,6-7 (nach GNB):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;<\/em><em>Ich will <\/em><em>D<\/em><em>ir die Macht \u00fcber alle diese Reiche in ihrer ganzen Gr\u00f6<\/em><em>ss<\/em><em>e und Pracht geben. <\/em><em>Sie ist mir \u00fcbertragen<\/em><em> worden und ich kann sie weitergeben, an wen ich will.<\/em><em> Alles soll Dir geh\u00f6ren, wenn Du Dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das war eine perfide Versuchung aus der Trickkiste Satans! Er bot Jesus die Weltherrschaft an, ohne dass Er den schweren Weg ans Kreuz h\u00e4tte gehen m\u00fcssen. Aber der Preis: \u2192 die Anbetung Satans! Das h\u00e4tte bedeutet, dass Jesus nur als untergeordneter Vasallenk\u00f6nig unter der Herrschaft Satans regiert h\u00e4tte. Wie d\u00fcrfen wir dankbar sein, dass Jesus der Versuchung widerstanden hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der S\u00fcndenfall trifft Gott an <\/strong><strong>zwei<\/strong><strong> \u00e4usserst empfindlichen Stelle<\/strong><strong>n<\/strong><strong>:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol><li>Er trifft Gott in seiner Liebesbeziehung zu den Menschen, weil ein Konkurrent die Sympathie seiner geliebten Menschen gewinnt und sie aus der Beziehung zu Gott ausspannt!<\/li><li>Der S\u00fcndenfall trifft Gott in seiner Stellung als Sch\u00f6pfer und Herr dieser Welt. Der geliebte Mensch verl\u00e4sst die F\u00fcrsorge seines Sch\u00f6pfers. Er wechselt unter die Schirmherrschaft eines anderen Herrn und bringt damit die Sch\u00f6pfung unter den Machtanspruch Satans.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Das bedeutet: Seit dem S\u00fcndenfall besteht auf der Erde eine himmelschreiend verkehrte Situation. Und dies ist bereits seit Jahrtausenden der Fall.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies f\u00fchrt uns zu zwei sehr wichtigen \u00dcberlegungen. Wie h\u00e4tte Gott auf den Angriff Satans reagieren k\u00f6nnen, um Krieg zu vermeiden?<\/p>\n\n\n\n<p>A) Er h\u00e4tte den Menschen und seine Sch\u00f6pfung auf der Erde preisgeben und dem Satan \u00fcberlassen k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte sich in den Himmel zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen, so w\u00e4re Ruhe eingekehrt. Aber die Konsequenz: Wir h\u00e4tten f\u00fcr immer auf der falschen Seite gelebt. F\u00fcr Gott ist dies keine Option, weil seine Liebe konstant ist. Auch nach dem tragischen Fall liebt Gott seine Menschen, obwohl sie auf der Seite des Feindes stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>B) Gott h\u00e4tte aufgrund seiner Allmacht den Satan ausschalten k\u00f6nnen. Der Fall w\u00e4re erledigt gewesen. Das tut Er jedoch nicht. Warum nicht? Es ist klar, Adam und Eva haben falsch entschieden. Sie sind auf das Angebot des Feindes Gottes hereingefallen. Trotzdem:<br><strong>Gott nimmt seine Menschen als Pers\u00f6nlichkeiten ernst und respektiert ihre falsche Entscheidung.<\/strong> Das ist Ausdruck der Liebe. Liebe respektiert die Pers\u00f6nlichkeit des anderen. Liebe kann nicht erzwungen werden, sondern beruht auf einer freiwilligen Entscheidung. Darum wartet Gott in seiner Liebe, bis sein verirrter Mensch freiwillig zur\u00fcckkehrt. Dies wird wunderbar dargestellt im Gleichnis vom Vater und den beiden verlorenen S\u00f6hnen in Lukas 15.<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch ein Grund: Gott schaltet den Satan nicht aus, weil Er auch mit diesem b\u00f6sen Erzfeind fair umgeht. Gott ist in jeder Hinsicht gerecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem, Gott wird den Status quo nach dem S\u00fcndenfall auf keinen Fall so hinnehmen. Er wird den Menschen niemals aufgeben. Und Er wird seine wunderbare Sch\u00f6pfung niemals abschreiben und dem Satan \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sofort nach dem S\u00fcndenfall wurde Gott aktiv: Er gab eine erste Verheissung auf den kommenden Erl\u00f6ser, den Nachkommen der Eva:<\/p>\n\n\n\n<p>In 1Mose 3,15 verk\u00fcndet Gott sein Urteil gegen die Schlange (gegen diese Inkarnation des Satans): <em>&#8222;<\/em><em><strong>Ich <\/strong><\/em><em>stelle Feindschaft zwischen dich und die Frau, deinem Nachwuchs und ihrem. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm die Ferse zerbei<\/em><em>ss<\/em><em>en.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise betrachten wir diesen Vers als ersten Hinweis auf den Erl\u00f6ser Jesus Christus. Das ist richtig. Aber es ist nur die eine Seite. Im Klartext ist dies eine <strong>Kriegserkl\u00e4rung gegen den Satan<\/strong> und sein Reich &#8211; und diese Kriegserkl\u00e4rung geht von Gott aus! Das muss uns erst mal bewusst werden! Achten wir in diesem Vers auf 3 Stichworte:<\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>Ich will <\/strong><strong>Feindschaft<\/strong><strong> setzen<\/strong> &#8211; Zum ersten Mal h\u00f6ren wir hier in der Bibel das Wort Feindschaft. Diese Feindschaft geht aktiv von Gott aus. Und Feindschaft ist an und f\u00fcr sich die treibende Kraft f\u00fcr den Krieg.<\/li><li>Er (der Nachkomme der Frau) wird dir den <strong>Kopf zertreten<\/strong>. Christus wird den Satan am Kreuz besiegen. Einem Sieg geht immer ein Kampf voraus.<\/li><li>Du wirst ihm die <strong>Ferse <\/strong><strong>zerbeissen<\/strong>. Satan wird den Sohn Gottes am Kreuz zum Tode bringen. T\u00f6ten ist das, was im Krieg geschieht.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Hier, liebe Freunde, beginnt Krieg. Hier liegt die Wurzel alles Kriegsgeschehens. Es ist sicher nicht jeder Krieg ein Religionskrieg, aber dies hier ist der unsichtbare und urspr\u00fcngliche Hintergrund hinter allen Kriegen auf der Erde.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit unseren Augen sehen wir nat\u00fcrlich nur, was mit Waffengewalt zwischen Menschen und zwischen Nationen ausgetragen wird. Und das ist stets mit viel Not und Elend verbunden. Es ist das, was uns so sehr bedr\u00fcckt. Aber es ist nur die eine Seite der Medaille.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hauptaspekt des Krieges vollzieht sich im unsichtbaren Bereich. Davon spricht Paulus in Epheser 6,12 (NE\u00dc):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;<\/em><em>Wir k\u00e4mpfen ja nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen d\u00e4monische M\u00e4chte und Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis, gegen die b\u00f6sartigen Geistwesen in der unsichtbaren Welt.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Weil wir davon nichts sehen, blenden wir diese Dimension oft in unserem Denken aus. Trotzdem geschieht hier das Entscheidende. Im Buch Daniel wird der Vorhang ein ganz klein wenig beiseite gezogen, so dass wir durch einen Spalt in die jenseitige Welt blicken d\u00fcrfen. Hier erscheint dem Daniel ein gewaltiger, machtvoller Engel. In Kapitel 10,5 schildert der Prophet diese Erscheinung (NE\u00dc):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Als ich aufblickte, sah ich einen Mann vor mir stehen. Er hatte ein Leinengewand an und war an den H\u00fcften mit feinstem Gold umg\u00fcrtet.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In den Versen 12-13 beschreibt er dann die Botschaft des Engels:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;<\/em><em>Hab keine Angst, Daniel!<\/em><em> d<\/em><em>enn vom ersten Tag an, als du dich vor deinem Gott beugtest, um seinen Plan zu verstehen, hat <\/em><em>E<\/em><em>r dein Gebet erh\u00f6rt. Und wegen deiner Worte bin ich gekommen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Aber der <strong>Engelf\u00fcrst von Persien<\/strong> hat sich mir 21 Tage lang entgegengestellt. Da kam Michael, einer der h\u00f6chsten Engelf\u00fcrsten, mir zu Hilfe, so dass ich beim Kampf um Persien entbehrlich wurde.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im irdisch sichtbaren Bereich ging es damals um Kriegsz\u00fcge der expansionshungrigen Perser. Und im Blick auf die Heilsgeschichte spielten die Perser eine bedeutende Rolle f\u00fcr Israel. Die Israeliten waren soeben aus der Babylonischen Gefangenschaft zur\u00fcckgekehrt und mussten dann durch eine schwierige Zeiten gehen. Auf der Erde war viel los. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Entscheidende ereignete sich jedoch im unsichtbaren Bereich. Dort wird zwischen dem Reich Gottes und dem Reich der Finsternis erbittert gek\u00e4mpft. Und diese finsteren M\u00e4chte im unsichtbaren Bereich haben ein erkl\u00e4rtes Ziel. Sie wollen Gottes Plan verhindern, sie wollen dem Satan zur Weltherrschaft verhelfen. Und sie wollen den Menschen schaden, weil wir nach Gottes Bild erschaffen wurden. Darum bezeichnet Jesus den Satan als Menschenm\u00f6rder \u2192 Johannes 8,44. Das ist eine treffende Bezeichnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber g\u00e4be es nun viel zu sagen, aber der Zeit wegen will ich nur auf einen Zusammenhang eintreten, der die Ziele und Arbeitsmethoden des Satans aufzeigt:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch der Offenbarung nimmt uns mit zu einem Schauplatz im Zusammenhang mit Gottes Gericht \u00fcber die unbussfertige Menschheit. Diese Szene wird eingeleitet mit der sechsten Zornschale, welche der Engel auf den Strom Euphrat ausgiesst. Dann lesen wir in Offenbarung 16,13-14:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Ich sah, wie aus dem Maul des Drachen, aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei b\u00f6se Geister herauskamen, die wie Fr\u00f6sche aussahen.<\/em> <em>Es handelte sich um D\u00e4monen, die Aufsehen erregende Wunder vollbrachten. Sie machten sich zu den K\u00f6nigen der ganzen Erde auf, um sie zusammenzubringen und ihre Armeen in den Kampf zu f\u00fchren, der am grossen Tag Gottes, des allm\u00e4chtigen Herrschers, stattfinden wird.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das wichtigste Detail wird in Vers 16 erw\u00e4hnt:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Jene d\u00e4monischen Geister versammelten nun die K\u00f6nige an dem Ort, der auf Hebr\u00e4isch Harmagedon heisst.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Harmagedon heisst &#8222;H\u00fcgel von Megiddo&#8220;. Das ist ein Ort in Nordisrael, wo schon viele grosse Kriege ausgetragen wurden. Dahin werden also die Heere der Nationen versammelt. Aber wof\u00fcr? Das wird uns etwas sp\u00e4ter verraten, in Offenbarung  19,11:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Nun sah ich, dass der Himmel ge\u00f6ffnet war. Und auf einmal erschien ein weisses Pferd, auf dem jemand sass. Der Reiter heisst \u00bbder Treue und Wahrhaftige\u00ab, und Er kommt als gerechter Richter und f\u00fchrt einen gerechten Krieg&#8220;.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Jesus Christus bei seinem zweiten Kommen in Macht und Herrlichkeit. Er kommt als Richter. Und Er f\u00fchrt Krieg. Und dieser Krieg ist ein gerechter Krieg!!! Warum? Weil Er alles in den richtigen Stand setzt. In Vers 19 lesen wir die weiteren Details:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Schliesslich sah ich auch das Tier und die K\u00f6nige der ganzen Erde. Ich sah, wie sie mit ihren Armeen gemeinsam gegen den Reiter auf dem weissen Pferd und gegen sein Heer in den Kampf zogen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr eine Vermessenheit! Der Satan schickt hier die Menschen gegen den wiederkommenden Christus in den Krieg. Er will den rechtm\u00e4ssigen K\u00f6nig st\u00fcrzen und entthronen. Ein v\u00f6llig l\u00e4cherliches Unterfangen. Es endet mit der Vernichtung des ganzen Heeres. Hier sehen wir die wahren Absichten Satans. Er missbraucht die Menschen als Kanonenfutter, um seine eigenen Ziele durchzusetzen. Und er f\u00fchrt alle in den Tod. Er ist &#8211; genau so wie Jesus es formulierte &#8211; ein Menschenm\u00f6rder.<\/p>\n\n\n\n<h2>Die dritte Frage lautet: Was ist Friede?<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt ein wundersch\u00f6nes Lied, das es auf den Punkt bringt: <em>&#8222;<\/em><em>Friede <\/em><em>sei mit dir <\/em><em>&#8211; n<\/em><em>icht <\/em><em>jenes Warten,<\/em><em> wenn die Waffen schweigen<\/em><em>, &#8230; wenn sich Verlierer vor den Siegern beugen &#8230; \/ nicht jene Stille, die den Tod verk\u00fcndet, da wo es fr\u00fcher einmal Leben gab &#8230;&#8220;<\/em> Diesen echten Frieden, nach dem wir uns alle sehnen, diesen inneren Frieden kann nur Gott geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Friede zeigt sich als unersch\u00fctterliche Realit\u00e4t in den Extremsituationen des Lebens. In Apostelgeschichte 12 wurde der Apostel Jakobus hingerichtet. Kurze Zeit sp\u00e4ter wurde Petrus verhaftet. In der Nacht bevor er get\u00f6tet werden sollte, war er mit zwei Ketten an zwei Wachsoldaten gefesselt und weitere Soldaten bewachten den Ausgang. Petrus weiss, dass ihm am Morgen nach einem Schauprozess der Kopf abgeschlagen wird. Aber er schl\u00e4ft tief und fest, so dass der Engel, der zu seiner Befreiung kam, ihn mit einem kr\u00e4ftigen Stoss wecken muss.<br><strong>Das <\/strong><strong>ist <\/strong><strong>Ausdruck des von Gott geschenkten <\/strong><strong>Friede<\/strong><strong>n<\/strong><strong>s<\/strong><strong>!!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und wie steht es um den Frieden in den zwischenmenschlichen Beziehungen?<\/p>\n\n\n\n<p>In unseren Jugendjahren haben wir uns viel gestritten. Dann haben die Eltern oft den Spruch zitiert: &#8222;De Gschiider git nah, de Esel bliibt stah.&#8220; Ja, so k\u00f6nnen Konflikte tats\u00e4chlich gel\u00f6st werden. Zumindest f\u00fcr den Augenblick. Aber ist das auf Dauer ein gerechter Friede? Ist es nicht so, dass die Nachgiebigkeit des einen zur Machtaus\u00fcbung des anderen ausgen\u00fctzt wird? Auf einer ungerechten Grundlage kann kein dauerhafter Friede entstehen. Darum nochmals die Frage: Was ist Friede wirklich?<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Friede ist ein Zustand der Gerechtigkeit und der Rechtssicherheit!<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist vor allem die Balance. D.h. die Gerechtigkeit und die Rechtssicherheit d\u00fcrfen nicht nur f\u00fcr mich stimmen, sie m\u00fcssen genauso f\u00fcr alle anderen stimmen. Dies ist die Ausgangsbasis f\u00fcr gegenseitiges Vertrauen. Und Vertrauen ist wiederum die Ausgangsbasis f\u00fcr den Frieden. Vertrauen ist eine Frucht der Liebe und gleichzeitig deren Grundlage. Ein praktisches Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn zwei Pers\u00f6nlichkeiten eine Liebesbeziehung eingehen wollen, schenken sie sich gegenseitig Vertrauen. Und dieses Vertrauen muss wachsen, bis man den Bund f\u00fcrs Leben schliesst. Es ist eine wundersch\u00f6ne Erfahrung, und doch nicht ungef\u00e4hrlich. Warum? Wenn man Vertrauen schenkt, macht man sich verletzbar. Vertrauen kann missbraucht werden. Darum ist f\u00fcr beide Seiten eine <strong>Grundsicherheit n\u00f6tig<\/strong>. D.h. man schliesst einen Vertrag ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ehevertrag beinhaltet ein Regelwerk. Junge Verliebte machen sich dar\u00fcber oft keine Gedanken, aber es ist wichtig, dass der Staat dieses Regelwerk im Ehevertrag festgeschrieben hat. Deshalb werden ja auch bei der Ziviltrauung und bei der kirchlichen Trauung Fragen gestellt. Und die Trauung kommt nur zustande, wenn diese Fragen mit &#8222;Ja&#8220; beantwortet werden. Damit hat der Bundesschluss eine verl\u00e4ssliche Grundlage.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau so ist es auch zwischen Gott und den Menschen. Gott hat B\u00fcndnisse geschlossen, damit unsere Beziehung zu Ihm auf einer verl\u00e4sslichen Grundlage steht. Da ist zun\u00e4chst der Noahbund mit der Menschheit nach der Sintflut, dann der Gesetzesbund mit Israel als auserw\u00e4hltem Volk Gottes. Zur Zeit Davids gab Gott den K\u00f6nigsbund und schliesslich etablierte Er den Neuen Bund, der auch f\u00fcr uns g\u00fcltig ist und der unsere Beziehung zu Gott regelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Bundesschluss enth\u00e4lt ein Vertragswerk, das von allen Parteien unterzeichnet werden muss. Auf diese Weise wird eine verbindliche Ordnung festgelegt, die f\u00fcr alle Vertragsparteien g\u00fcltig ist. Die beiden Begriffe Ordnung und Friede liegen ganz nahe beieinander. Dies sehen wir z.B. in 1Korinther&nbsp;14,33, wo Paulus sagt: <em>&#8222;<\/em><em>Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens.<\/em><em>&#8222;<\/em> Das ist aufschlussreich, denn das Gegenst\u00fcck zu &#8222;Gott der Unordnung&#8220; w\u00e4re &#8222;Gott der Ordnung&#8220;, was hier jedoch zu &#8222;Gott des Friedens&#8220; umbenannt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Leben gelingen soll, wenn der Friede Bestand haben soll, muss also eine Ordnung eingehalten werden. Das heisst nun nicht, dass es in meiner Wohnung keine Chaosecken g\u00e4be. Ja, die geh\u00f6ren auch dazu, denn das Leben ist nicht statisch, sondern dynamisch. Aber es gibt eine Grundordnung. Dazu geh\u00f6rt z.B. dass meine Schubladen angeschrieben sind. Und ebenso habe ich beim Sp\u00fcltrog, im Putzschrank und am Computer-Bildschirm je ein Etikett aufgeklebt mit dem Hinweis: &#8222;Gottesdienst&#8220;. Es geh\u00f6rt also zur Ordnung, dass es sich bei diesen T\u00e4tigkeiten um einen Gottesdienst handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ordnung im Kleinen ist wichtig, aber wie steht es im Grossen? Wie steht es mit der Ordnung in dieser Welt? Hier gibt es grunds\u00e4tzlich zwei Ordnungen: Gott hat uns in seinem Wort seine Lebensordnung mitgeteilt. Z.B. <em>&#8222;<\/em><em>Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst!<\/em><em>&#8222;<\/em> Aber der Satan vertritt auch eine Lebensordnung. Z.B. <em>&#8222;<\/em><em>Geniesse dein Leben, egal wenn d<\/em><em>u es<\/em><em> zu Lasten der anderen <\/em><em>lebst<\/em><em>, egal, wenn deine Gesundheit dabei kaputt geht.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der Schweiz r\u00fchmen wir uns unserer Neutralit\u00e4t. Wir halten uns aus allem raus und sind so ungeschoren durch zwei Weltkriege gekommen. K\u00f6nnen wir uns auch gut schweizerisch verhalten, wenn es um den Entscheid geht, ob wir nach Gottes Ordnung oder nach der Ordnung dieser Welt leben wollen?<\/p>\n\n\n\n<p>Warum ist in diesem Bereich keine Neutralit\u00e4t m\u00f6glich? Ganz einfach deshalb, weil Krieg herrscht zwischen Gott, der uns seine Lebensordnung gegeben hat und dem F\u00fcrsten dieser Welt, der uns seine Ordnung mit einem lustorientierten Leben schmackhaft machen will. Wir k\u00f6nnen nicht auf Dauer Grenzg\u00e4nger bleiben, sondern m\u00fcssen uns entscheiden, welcher Seite wir uns unterordnen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir dieser Entscheidung nicht ausweichen, sondern uns ganz auf eine Seite stellen, heisst dies zugleich, dass wir Widerstand leisten m\u00fcssen gegen die andere Ordnung. Und mit diesem Ausdruck &#8222;Widerstand&#8220; sind wir schon wieder ganz nah am Krieg. Von da her muss uns klar sein, dass es immer Auseinandersetzungen geben wird, solange diese beiden Rechtsordnungen da sind. Als wiedergeborene Christen tragen wir den Frieden Gottes im Herzen, aber gleichzeitig haben wir uns im guten Kampf des Glaubens zu bew\u00e4hren. Im neuen Himmel und auf der neuen Erde wird es einmal nur eine einzige Rechtsordnung geben. Dann wird endg\u00fcltig Friede herrschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind wir jedoch noch auf der Erde. Und da ist es f\u00fcr unser geistliches Bestehen und Vorankommen so wichtig, dass wir uns als Gemeinde und als einzelne Glieder der Gemeinde der t\u00e4glichen Herausforderung stellen und die Lebensordnung einhalten, welche uns unser HERR in seinem Wort \u00fcberliefert hat.<\/p>\n\n\n\n<h2>Die vierte Frage: Wie kommt Friede zustande?<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf dem Hirtenfeld in Bethlehem verk\u00fcndete der Engel: <\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>&#8222;Friede auf Erden!&#8220;<\/strong><\/em> <\/p>\n\n\n\n<p>Das war nicht nur ein frommer Wunsch, sondern ein reales Angebot unseres Gottes. Er hat am Kreuz tats\u00e4chlich Frieden gemacht. Davon spricht Paulus im Kolosserbrief 1,19-20: <em>&#8222;Denn Gott hat beschlossen, mit seiner ganzen F\u00fclle in Christus zu wohnen und alles im Himmel und auf der Erde durch Ihn mit sich zu vers\u00f6hnen. Ja, <strong>Gott hat Frieden gestiftet<\/strong>, als Jesus am Kreuz sein Blut vergoss.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Friedensangebot ist rechtskr\u00e4ftig, und es gilt seit bereits 2000 Jahren! Warum merken wir denn so wenig davon? <strong>Ein Friedensangebot f\u00fchrt erst zum Frieden, wenn es angenommen wird.<\/strong> Wir k\u00f6nnen aber niemanden zwingen, die Friedensbedingungen anzunehmen, d.h. durch Umkehr und Vertrauen zu Jesus zu kommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen nur anbieten. Aber an diesem Punkt stehen wir vor der grossen Frage: Wie machen wir das? Sagen wir das Evangelium weiter, weil ein guter Christ das tun soll? Oder weil es die anderen auch machen und wir nicht zur\u00fcckstehen wollen? Oder weil wir sonst ein schlechtes Gewissen h\u00e4tten? Oder sind wir von einer brennenden Liebe getrieben, die darunter leidet, dass es Menschen gibt, die f\u00fcr ewig verloren gehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Eine selbstlose, opferbereite Liebe ist der T\u00fcr\u00f6ffner zu den Herzen und wird somit zu einem effektiven Instrument zur Rettung von verlorenen Menschen und damit auch zu einem effektiven Instrument zur Friedensf\u00f6rderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist zum Beispiel sichtbar geworden, als vor einem Jahr die Stadt Odessa in der S\u00fcdukraine so massiv bombardiert wurde. Es gab viele zerst\u00f6rte H\u00e4user, viele Tote und Verwundete. In dieser Situation sind Christen aus umliegenden St\u00e4dten und D\u00f6rfern sofort mit Hilfsg\u00fctern hingefahren und haben unter eigener Lebensgefahr die Obdachlosen und Mittellosen mit allem n\u00f6tigen versorgt. Diese gelebte Liebe zeigte Wirkung. Kurz darauf wurde eine Evangelisation durchgef\u00fchrt. Ein Saal f\u00fcr 300 Personen wurde gemietet. Bei der Er\u00f6ffnung standen jedoch zweieinhalbtausend Menschen vor der T\u00fcr und auf der Strasse! Warum? Sie hatten selbstlose, echte Liebe erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum geschieht dies nicht auch bei uns in diesem Mass? Vielleicht gibt uns Offenbarung&nbsp;12,11 (GNB) Antwort darauf: <em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<ul><li><em>Unsere Br\u00fcder und Schwestern haben ihn <\/em>(den Satan) <em>besiegt durch das <\/em><em><strong>Blut des Lammes<\/strong><\/em><\/li><li><em>und durch ihr standhaftes <\/em><em><strong>Bekenntnis<\/strong><\/em><em>.<\/em><\/li><li><em>Sie waren bereit, daf\u00fcr ihr <\/em><em><strong>Leben zu opfern<\/strong><\/em><em> und den Tod auf sich zu nehmen.&#8220;<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die ersten beiden Punkte m\u00f6gen bei uns sicher auch zutreffen. Aber ist unsere Liebe zu Jesus so gross, dass wir auch bereit sind, unser Leben zu opfern f\u00fcr Gottes Sache?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn uns der Friede in der Welt und die Rettung von verlorenen Menschenseelen ein brennendes Anliegen ist, wird man dies in unserem Gebetsleben feststellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Paulus fordert uns auf in 1Timotheus 2,1-2 (nach GNB):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Betet f\u00fcr die Regierenden und f\u00fcr alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und <strong>Frieden leben<\/strong> k\u00f6nnen, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Haben wir heute Morgen f\u00fcr Wladimir Putin und Wolodimir Selenski gebetet? Haben wir gebetet f\u00fcr den Bundesrat? f\u00fcr den Nationalrat? f\u00fcr den St\u00e4nderat? Es ist wichtig, wen wir im Oktober in die Bundesversammlung w\u00e4hlen, aber das Gebet f\u00fcr die Regierenden ist noch viel wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<h2>Zusammenfassung:<\/h2>\n\n\n\n<ul><li>Kriege sind Auswirkung des S\u00fcndenfalls &#8211; das m\u00fcssen wir akzeptieren.<\/li><li>Kriege sind die Lustbefriedigung des Satans Johannes 8,44 (SLT): Als die Juden Jesus steinigen wollten, sagte Er: <em>&#8222;Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater <strong>begehrt<\/strong>, wollt ihr tun! Der war ein <strong>Menschenm\u00f6rder<\/strong> von Anfang &#8230;&#8220;<\/em><\/li><li>Kriege sind eine Zuchtrute Gottes f\u00fcr die V\u00f6lker. Das war so w\u00e4hrend der ganzen Menschheitsgeschichte.<\/li><li>Kriege sind ein Weckruf: Gott ruft zur Umkehr. Wenn wir jene Menschen an der Front und die Menschen in den Schutzkellern lieben, dann beten wir, dass Gott sich ihnen offenbart und ihnen die T\u00fcr zum Glauben \u00f6ffnet, damit sie Ihn erkennen.<\/li><li>Kriege haben auch mit dem Versagen der Gemeinde zu tun. K\u00f6nnte unsere Kraftlosigkeit damit zusammenh\u00e4ngen, dass wir uns auf die Schiene der Wohlf\u00fchlgesellschaft begeben haben? <\/li><li>Kriege sind die gerechte Abrechnung wegen des vergossenen unschuldigen Blutes. Im Zusammenhang mit dem Noahbund sagte Gott: 1Mose 9,6 <br><em>&#8222;Das Leben des Menschen will Ich einfordern von einem jeden anderen Menschen.<\/em> <em>Wer Menschenblut vergiesst, dessen Blut soll um des Menschen willen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.&#8220;<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Grundordnung hat Gott bis heute nie aufgehoben. Und Seinem Volk Israel sagte Er in 4Mose 35,33 (NE\u00dc):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;<\/em><em>Ihr d\u00fcrft das Land, in dem ihr lebt, nicht entweihen! Denn Blut entweiht das Land. Und dem Land kann f\u00fcr einen Mord keine S\u00fchne erwirkt werden, au<\/em><em>ss<\/em><em>er durch das Blut dessen, der den Mord begangen hat.<\/em><em>&#8222;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir gehen oft so gedankenlos \u00fcber solche Bibelstellen hinweg. Aber Gott z\u00e4hlt &#8211; mathematisch genau. Als das Volk Israel in die Verbannung gef\u00fchrt wurde, hat Gott sehr anschaulich gezeigt, dass jenes Land durch das unschuldig vergossene Blut unrein geworden war und seine Bewohner nicht mehr tragen konnte. Was will ich damit sagen?<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Statistikwebseite globometer.com entnehme ich folgende Daten:<\/p>\n\n\n\n<p>Zitat: &#8222;Die Zahl der weltweit durchgef\u00fchrten Abtreibungen wird auf mehr als <strong>40 Millionen j\u00e4hrlich<\/strong> gesch\u00e4tzt.&#8220; Hoch gerechnet sind dies seit der Jahrtausendwende bald 1 Milliarde Kinder, die im Mutterleib get\u00f6tet wurden. Das ist mehr als die Gesamtbev\u00f6lkerung von Europa. Es sind unschuldige, ungeborene Menschen, deren Blut zu Gott schreit. Und Gott z\u00e4hlt &#8211; und Er \u00fcbt Rache f\u00fcr dieses Blut. Hat es uns etwas zu sagen, wenn wir in Offenbarung 6 lesen, dass ein Viertel aller Menschen durch Krieg, Hunger, Seuchen und wilde Tiere sterben werden? K\u00f6nnte es eine Abrechnung f\u00fcr vergossenes Blut sein?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und nun noch ein letzter Punkt &#8211; aus meiner Sicht ist es der Hauptpunkt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kriege sind die <strong>gerechte Abrechnung<\/strong> wegen der Ablehnung unseres Retters. <strong>Was empfindet Gott<\/strong>, wenn seine Menschen achtlos am Friedensangebot vorbeigehen? Gott hat Sein \u00c4usserstes gegeben. Er hat Seinen einzigen geliebten Sohn an unserer Stelle geopfert, damit wir gerettet werden k\u00f6nnen. Seit 2000 Jahren l\u00e4sst Er das Friedensangebot verk\u00fcndigen. Und der Grossteil von denen, die Er beschenken will, die verachten Seine Liebe, sie verachten Sein Geschenk, sie sagen Nein zu ihrem einzigen Retter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ablehnung gegen die Botschaft der Bibel nimmt weltweit zu. Christenverfolgungen nehmen extrem zu. Da wird Gott emotional! Das l\u00e4sst Ihn nicht kalt! Er h\u00e4lt sich zwar noch in Geduld zur\u00fcck, damit noch Menschen gerettet werden k\u00f6nnen. Aber schon bald wird Er seinem Zorn freien Lauf lassen. Davon lesen wir in Offenbarung 6,16 (NG\u00dc):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Sie flehten die Berge und Felsen an: Fallt doch auf uns und verbergt uns vor den Blicken dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem <strong>Zorn des Lammes<\/strong>!&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zorn des Lammes?! &#8211; Solche Ausdr\u00fccke sind wir uns nicht gewohnt. Wir sprechen lieber von Gottes G\u00fcte. Aber es muss uns klar werden: Wenn die Liebe Gottes konstant verschm\u00e4ht wird, reagiert der Gott der Liebe mit einem alles verzehrenden Zorn. Das heisst: <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kriege sind Gottes gerechte Antwort auf die Ignoranz seiner Menschen gegen\u00fcber seinem Heilsangebot.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich will nicht mit diesem d\u00fcsteren Bild schliessen. Wir haben als Nachfolger unseres HERRN Jesus einen Auftrag in dieser Welt. Wir sollen Seine Zeugen sein als solche, die die rettende Liebe Gottes erfahren haben. Was wir empfangen haben, sollen wir weiter geben. Ganz praktisch bedeutet dies (2Korinther 5,20):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;So sind wir nun Botschafter f\u00fcr Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Vers\u00f6hnung an, die Gott euch anbietet!&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir Jesus, unseren Retter, lieben, nehmen wir diesen Auftrag ernst und setzen alles daran, dass Menschen gerettet werden. <strong>Und dies ist meines Erachtens der beste Weg, auf welchem den Kriegen entgegen gewirkt werden kann.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Begr\u00fcndung: Wenn Menschen zu Jesus finden, wird ihnen die ganze Schuld ihres Lebens vergeben. Als Vers\u00f6hnte leben sie dann nicht mehr im Ungehorsam und haben einen freien Zugang zum lebendigen Gott. In der Folge lassen sie sich nicht mehr von Satan einspannen f\u00fcr dessen Ziele.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"625\" src=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-3-1024x625.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-786\" srcset=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-3-1024x625.png 1024w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-3-300x183.png 300w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-3-768x468.png 768w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-3.png 1246w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn Menschen eine Liebesbeziehung zu Jesus und dem Vater eingehen, wird auch ihr Leben im Gehorsam gegen Ihn gelebt. Dann bekommen sie auch eine neue Beziehung zu ihrem Verantwortungsbereich. Sie tragen Sorge zu dem, was Gott geschaffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer Gott kennt, hat grossartige M\u00f6glichkeiten im Gebet. Als Kinder Gottes haben wir <strong>im Gebet Zutritt zur h\u00f6chsten Regierungsstelle, zu dem Gott, der die Geschicke dieser Welt lenkt.<\/strong> Wenn wir aus Liebe zu unserem HERRN und aus Liebe zu unseren N\u00e4chsten ernstlich darum bitten, wird Gott die Machenschaften des Teufels zunichte machen, damit es zur Befriedung von Konflikten kommen kann. So k\u00f6nnen wir aktiv zum Frieden in der Welt beitragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit schliesse ich und zitiere die Worte Jesu aus Matth\u00e4us 5,9: <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"757\" height=\"110\" src=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-787\" srcset=\"https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-4.png 757w, https:\/\/blog.kuhn-widmer.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/grafik-4-300x44.png 300w\" sizes=\"(max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag von Heinrich Kuhn7. Juni 2023in der FMG-Unterseen-Interlaken Einf\u00fchrung Es f\u00e4llt auf, dass in letzter Zeit die Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine bessere Welt sich h\u00e4ufen. Von unterschiedlichsten Perspektiven her wird das Thema er\u00f6rtert. 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