31. Dezember 2025

Jesus Christus spricht:
„Siehe, Ich mache alles neu!“
Morgen beginnen wir ein neues Jahr. Und was gäbe es Schöneres, als wenn morgen alles neu wäre. Neuer Schwung, neue Umgangsformen, keine belastenden Beziehungen mehr. Nur ein schöner Traum???
Wenn wir so denken – ein schöner Traum – wird das neue Jahr im alten Trott weitergehen. Aber Gott hat doch gesagt: „Ich mache alles neu!“ Und zum Schreiber Johannes gewandt, fügte Er noch hinzu: „Schreib diese Worte auf! Sie sind zuverlässig und wahr.“
Gehörst du auch zu jenen Bibelkennern, die argumentieren: Ich weiss schon, dass Gott alles neu machen wird, aber das gilt für eine ferne Zukunft, wenn Er Himmel und Erde erneuern wird.
Solche Argumente lasse ich nicht unwidersprochen. Natürlich wird Gott einst Himmel und Erde erneuern. Aber das Neu-Schaffen ist doch Seine DNA! Und die beginnt nicht in ferner Zukunft. Sie ist ewig, weil Gott sich nie ändert. Die allergrösste Erneuerung geschieht, wenn ein verlorener Mensch sich Jesus Christus zuwendet. Da findet jedes Mal ein gewaltiges Wunder statt. Der Heilige Geist macht aus einem verlorenen Sünder ein Kind Gottes mit Bürgerrecht im Himmel. Er macht aus einem Feind Gottes einen Geliebten, einen Kanal für Gottes überströmende Liebe.
Manche von meinen Lesern mögen nun denken: Alles gut und recht, aber warum sehe ich in meinem Christenleben so wenig von dieser Erneuerung? Ich gebe mir jede erdenkliche Mühe und rutsche immer wieder in die gleichen Verhaltensmuster.
Lieber Leser, du bist mit dieser Erfahrung nicht allein. Aber hat deshalb Gottes Wort keine Gültigkeit mehr? Es bleibt trotz meiner Negativerfahrung gültig. Doch wo liegt das Problem?
Wir können uns mit all unseren guten Vorsätzen nicht selbst erneuern. Das kann nur der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist Gottes Kraft. Er bringt Gottes Absichten zu Stande. Aber Sein Wirken steht nicht in unserer Verfügbarkeit. Hier müssen wir umdenken lernen. Es ist doch so klar:
Nehmen wir an: Ich will erneuert werden und erwarte, dass der Heilige Geist mir dabei helfen soll. Mit einer solchen Grundhaltung erniedrige ich den Geist Gottes in die Rolle eines Dienstmädchens. Ein derartiges Spiel macht Er nicht mit. Er ist nicht unser Dienstleister. Der Heilige Geist lässt sich nicht von mir für meine Ziele einspannen. Er ist von seiner Stellung her „Spiritus Rector“. Er will mich leiten. Er will in mir den Willen Gottes zur Ausführung bringen.
Im Grunde ist es so einfach:
Der Heilige Geist hat die Aufgabe, mich von Grund auf zu erneuern. Also muss ich Ihm das nicht im Gebet abringen. Er will und Er kann in mir Erneuerung wirken. Aber Er geht respektvoll mit mir um und setzt sich nicht über meine persönliche Entscheidung hinweg. Er erneuert so weit, wie ich es zulasse. Und obwohl Er die grösste Kraft ist, durch die Gott alles zustande bringt, arbeitet Er sehr feinfühlig und spricht ganz leise, aber doch deutlich zu mir.
Genau hier liegt ein Problem: Ich kann dieses feine Reden des Heiligen Geistes überhören, besonders wenn es nicht in mein Denkschema oder ins Tagesprogramm passt. Und jedes Mal, wenn ich sein Reden überhöre, vermittle ich eine Botschaft: Im Moment ist mir etwas anderes wichtiger. Jetzt habe ich gerade keine Zeit. Ich werde dann schon …, aber zuerst will ich noch … → Wie muss sich der Heilige Geist fühlen, wenn ich mit solchen Botschaften signalisiere, dass ich Ihn nicht ernst nehme? Botschaften, die Ihn, die dritte Person der Gottheit, hintan stellen?
Vor gut siebzig Jahren nahm ich an einem Jugendtreffen in Rämismühle teil und hörte dort Pfarrer Wilhelm Busch, den damaligen Jugend- und Bergmannspfarrer aus Essen. Was mir aus seiner Predigt unauslöschlich in Erinnerung blieb, ist der eine Satz: „Der Heilige Geist ist etwas sehr, sehr Zartes; betrübt nicht den Heiligen Geist!“
In Epheser 4,30 sagt der Apostel Paulus:
„Tut nichts, was Gottes heiligen Geist traurig macht! Denn der Heilige Geist ist das Siegel, das Gott euch im Hinblick auf den Tag der Erlösung aufgedrückt hat, um damit zu bestätigen, dass ihr sein Eigentum geworden seid.“
Wenn also das vor uns liegende Jahr zur Erneuerung im persönlichen Glaubensleben führen soll, dann beginnt dies mit dem Hören auf die feine Stimme des Heiligen Geistes und mit dem unmittelbaren und freudigen Gehorsam. So wird der Weg geebnet für das erneuernde Wirken des Heiligen Geistes.
In diesem Sinn also: Ein reich gesegnetes 2026!

ja, die gedanken sind sehr gut!!
das wird in den gemeinden zu wenig gesagt!
darf ich den text an einige persönliche freundinnen weiterleiten?
Danke, Anita!
Ja du darfst gerne den Link zum Artikel weitergeben an Personen, die du kennst. Meine Webseite ist nur deshalb nicht öffentlich (wird von Google nicht gefunden), weil ich sie schützen will vor Leuten, die mit dem Inhalt nicht umgehen können.
L.G. Heinrich
Da bin ich ganz mit dir einverstanden.
Danke für den wertvollen Abstoss zur Jahreswende. Sei bewahrt und gesegnet!
Das war ein sehr passendes Wort für uns alle! Danke dafür.
Ein gesegnetes Jahr 2026 dir und deiner Familie.
Maria