Danke! – oder doch nicht? –

Was empfinden wir, wenn wir für einen Liebesdienst keinen Dank erhalten? – oder wenn der kleine Neffe das sorgfältig ausgewählte Weihnachtsgeschenk an sich nimmt, die Geberin oder den Geber jedoch keines Blickes würdigt und auch kein „Merci“ über die Lippen bringt?

Dürfen wir Dank erwarten? Dürfen wir dies unter Umständen sogar signalisieren? – oder strafen wir uns dabei selbst? Und müssen wir für eine empfangene Gabe in jedem Fall danke sagen? In all diesen Fragen schwingen tiefe und unterschiedlichste Gefühle mit. Vermutlich gibt es in unserer Kultur nur wenige andere Wörter, die ebenso stark mit Gefühlen besetzt sind. Warum ist das so?

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Der Gebets-Bumerang

Heute hörte ich eine Predigt, die mich noch während einiger Zeit beschäftigte. Es ging um das Gleichnis von der bittenden Witwe und dem ungerechten Richter in Lukas 18,1-8. Das Gleichnis ist eine Ermunterung zum beharrlichen Beten. Ich freute mich sehr über die sorgfältige Auslegung des Textes und den klaren Hinweis, dass beharrliches Gebet nicht dazu dienen kann, den Willen Gottes zu manipulieren. Die Ausführungen mündeten in den Gedanken, dass das Gebet vor allem auch eine Rückwirkung auf den Betenden habe, wie dies im „Unser-Vater“ Gebet deutlich zum Ausdruck komme: „…vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben …“

Das Unser-Vater verlangt also von uns eine Handlungsweise, welche unserer Bitte entspricht. Unser Handeln entspringt jedoch dem Denken. Somit will Gott, wenn wir zu Ihm beten, unser Denken verändern und erneuern. Bei diesem Gedanken standen gleich zwei sprechende Beispiele aus der Bibel vor mir. „Der Gebets-Bumerang“ weiterlesen

„Ein König stirbt“ – Bibelstudium zum Karfreitag

Kruzifix in Saas Fee

Als meine Ehefrau im Herbst 2016 noch einigermassen reisefähig war, besuchten wir Saas Fee im Wallis. Dort entstand nebenstehendes Bild vom gekreuzigten Christus. Über Kruzifixe kann man geteilter Meinung sein. „Wir haben keinen toten Heiland, Jesus lebt“, wird oft – und natürlich auch zu Recht – argumentiert. Aber ohne Karfreitag gibt es kein Ostern, ohne Kreuzestod keine Auferstehung! Jedenfalls hat mich dieses Kreuz angesprochen, nicht wegen der Skulptur mit allem Drum und Dran, sondern wegen dem Zitat aus Philipper 2,8. „Er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz.“ Damit wird die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu auf den Punkt gebracht. „„Ein König stirbt“ – Bibelstudium zum Karfreitag“ weiterlesen