Regie im Himmel

Morgen beginnt ein neues Jahr. Niemand weiss, was es bringen wird. Bei vielen Menschen gehen die Gedanken gleich zu den selbstherrlichen Machthabern der Weltbühne. Deshalb erwarten sie nichts Gutes.

Schade! – Denn die Weltgeschichte wird weder von Putin, noch von Trump, weder von Erdogan, noch von Assad und auch nicht von Chinas Einheitspartei geschrieben. Der alles entscheidende Thron steht im Himmel. Unser Herr Jesus Christus ist nach seiner Auferstehung zum Himmel zurück gekehrt, und Er hat sich mit seinem Vater auf dessen Thron gesetzt.

Darum: Was auch immer im neuen Jahr auf uns zukommen wird, es kann nicht ohne den Willen Gottes geschehen. Dieses Wissen gibt uns Mut und Gelassenheit.

Was im Grossen im Blick auf die Weltgeschichte gilt, das gilt ebenso für unser kleines persönliches Leben samt all seinen vielen Unbekannten. Regie wird im Himmel geführt, und diese Regie ist immer zielführend.

Es sei mir vergönnt, ein kleines persönliches Beispiel einzubringen: Seit einiger Zeit singe ich im Gemischten Chor Beatenberg. Heute vor einer Woche, am 24. Dezember 2018, hatten wir mit einem wunderschönen Programm gleich zwei Auftritte am selben Tag: Mitte Nachmittag die Weihnachtsfeier im Altersheim und am Abend die Christnachtfeier in der Kirche. Dazwischen war ich für das Abendbrot bei einem Ehepaar im Dorf eingeladen.

Szenenwechsel. Im HAUS FUHRENMATTE in Boltigen war man in grosser Sorge wegen meiner Frau. Blutdruck 50 auf 30 mmHg – das reicht nicht zum Leben. Die Pflegeleitung rechnete damit, dass diese Situation für meine liebe Rosmarie den Abschied einläuten würde. Also versuchte man mich anzurufen, denn so war es abgesprochen. Erst vor einigen Wochen vereinbarten wir, dass ich rechtzeitig benachrichtigt würde, falls bei meiner Gattin das nahende Ende absehbar wäre. Auf diese Weise könnte ich meine Frau in den letzten Stunden ihres Lebens begleiten. Jetzt war also Ernstfall, doch der Anruf kam nicht durch. Ich hatte kurz vorher die Wohnung verlassen und war nun ganz entspannt beim Singen dabei, entspannt beim Abendbrot und entspannt wieder beim Singen bis gegen Mitternacht.

Mein Telefongerät verfügt über einen Anrufbeantworter. Doch die Pflegeleitung hinterliess keine Nachricht. So kam es, dass ich am 25. einen dringend benötigten Ruhetag einschaltete – nicht wissend, was in Boltigen vorgegangen war. Als ich dann am Freitag meiner Liebsten einen Besuch abstattete, hatte sie sich bereits so gut erholt, dass sie in den Rollstuhl transferiert werden konnte. Nun war es sogar möglich, zusammen die wöchentliche Hausandacht zu besuchen.

Wenn ich zurückschaue, kann ich nur staunen. Was für ein liebender, gütiger Gott! Wie sorgfältig wurde im Himmel Regie geführt, dass ich unbelastet beim Chor mitwirken und anschliessend ebenso unbelastet meinen Ruhetag geniessen konnte. Und wie liebevoll hat dieser Gott auch über meiner Gattin gewacht, dass sie nicht in der Zeit abberufen wurde, als ich bei den Weihnachtsfeiern engagiert war. Ganz klar: Nicht das Blutdruckgerät, sondern Gott selbst bestimmt über das Ende eines Lebens.

Mit einem solchen Gott können wir voll Zuversicht und Vertrauen in das neue Jahr hinübergehen! Er ist stark genug, um jede Situation zu meistern. Mit diesem Zuspruch wünsche ich allen Lesern einen guten Start.

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