Letzten Sonntag war Familienfest, ein Doppeljubiläum. Die Jubilaren – auch im vorgerückten Alter mit Enkeln im Teeny-Alter – hatten bereits bei anderen Gelegenheiten bewiesen, dass sie viel Wert auf Familienzusammenhalt legen. Und das war es denn auch, was bei diesem Fest besonders berührte. Vier Generationen, die gemeinsam feierten, sich gemeinsam freuten und einander Freude bereiteten. Was mich jedoch am meisten überraschte, war der unglaubliche Einsatz einiger Teenager-Mädchen, die in der Vorbereitung viel Zeit und Kreativität investiert hatten, um das Fest nicht nur schön, sondern exzellent und wirklich besonders zu gestalten.
„Wann stirbst du?“ weiterlesenRegie im Himmel
Morgen beginnt ein neues Jahr. Niemand weiss, was es bringen wird.
Bei vielen Menschen gehen die Gedanken gleich zu den selbstherrlichen Machthabern der Weltbühne. Deshalb erwarten sie nichts Gutes.
Schade! – Denn die Weltgeschichte wird weder von Putin, noch von Trump, weder von Erdogan, noch von Assad und auch nicht von Chinas Einheitspartei geschrieben. Der alles entscheidende Thron steht im Himmel. Unser Herr Jesus Christus ist nach seiner Auferstehung zum Himmel zurück gekehrt, und Er hat sich mit seinem Vater auf dessen Thron gesetzt.
Darum: Was auch immer im neuen Jahr auf uns zukommen wird, es kann nicht ohne den Willen Gottes geschehen. Dieses Wissen gibt uns Mut und Gelassenheit. „Regie im Himmel“ weiterlesen
In Memoriam
Heute, 9. November 2018, wurde der irdische Körper meiner lieben und unvergesslichen Schwägerin, Marianne Sluimer-Ernst auf dem Friedhof in Beatenberg beigesetzt. Für mich war es in dreifacher Weise ein Tag des Gedenkens. Marianne war die Frau meines jüngeren Bruders Werner, eines wunderbaren Bruders, mit dem ich mich sehr gut verstand. Er konnte singen wie eine Lerche – und wenn wir gemeinsam sangen, harmonierte es auf Anhieb, ohne dass wir vorher gross übten.
Traumatischer Augenblick
Verstand, Wille, Gefühl, welch kostbare Gaben Gottes! Eine Dreierseilschaft, die zu wunderbaren Kompositionen des Lebens begabt ist. Und wenn der richtige Führer vorangeht, erreicht die Seilschaft auch durch anstrengende Wegstrecken das Ziel. Wille und Gefühl anvertrauen sich der Führung des Verstandes. Zumindest in der Regel. Doch kennen wir auch die Augenblicke, in welchen diese gute Regel durchbrochen wird?
Den Psalmsängern, den Söhnen Korachs, waren solche Erfahrungen nicht unbekannt. In Ps 42,7 schrieben sie: „Mein Gott, aufgelöst ist meine Seele in mir.“ „Traumatischer Augenblick“ weiterlesen
5+1 Sprachen der Liebe
Vor kurzem wurde mir ein neues, sehr empfehlenswertes Buch von Gary Chapman
geschenkt: „Liebe vergisst man nicht“ – Untertitel: „Menschen mit Demenz über die 5 Sprachen der Liebe erreichen.“ Das Buch ist echt berührend geschrieben und enthält manche hilfreiche Tipps für den liebevollen Umgang mit Menschen, die an dementiellen Krankheiten leiden. Dabei wurde besonders auch an die Bedürfnisse der Begleitpersonen gedacht.
Als erstes beschäftigte ich mich intensiv mit den im Buch empfohlenen 5 Sprachen der Liebe:
- Lob und Anerkennung
- Zweisamkeit
- Geschenke
- Hilfsbereitschaft
- Zärtlichkeit
Jedem dieser fünf Punkte sind je 12 Aussagen zugeordnet. Alles recht plausibel. Nachdem ich die Ausführungen verinnerlicht hatte, wurde mir jedoch klar, dass die für mich wichtigste Sprache der Liebe völlig unbeachtet blieb. Es handelt sich um jene Sprache, welche meine Ehefrau mit Vorliebe benützte – und die ich mit der Zeit bei ihr gelernt habe. In dieser Sprache kommunizierten wir in ganz besonderen Augenblicken. „5+1 Sprachen der Liebe“ weiterlesen
Doppelter Segen

Öfter als mir lieb ist, wird mir Mitleid bezeugt, weil meine schwerkranke Ehefrau weit von mir weg in einem Heim im Simmental wohnt. Aber selbst wenn die Anteilnahme ehrlich gemeint ist, mag ich dieses Stehenbleiben bei den Problemen nicht. Deshalb reagierte ich vor etlichen Tagen in ungewöhnlicher Weise und sagte: „Gott verfolgt eine gute Absicht und hat uns auseinander genommen.“ Natürlich provozierte dieser Satz und löste zunächst ungläubiges Kopfschütteln aus. Bis ich einige Erklärungen hinzufügte. „Doppelter Segen“ weiterlesen
Der Durchblick

Wie oft ist der Himmel mit Wolken verhangen und sind unsere Wege verdunkelt. Bis die Sonne durch ein Wolkenloch durchdringt und die Konturen im geheimnisvollen Dunkel erkennen lässt.
Vor wenigen Tagen berichtete ich von meinem Jubiläumsfest mitten in herausfordernden Umständen. Und wie ich meine geplante Tischrede „Grossvater erzählt aus seinem Leben“ sang- und klanglos beerdigen musste. „Der Durchblick“ weiterlesen
War dies soeben eine Glaubensübung?
Schon verschiedentlich haben mir bekannte Personen angedeutet, es sei vorbildlich, wie ich meine schwierige Situation im Glauben angehe.
Was ist da vorbildlich? Ich tue ja nur das Einzige, was mir geblieben ist, was mir möglich und richtig erscheint. Ich klammere mich, wie seinerzeit der Prophet Habakuk, an meinen Gott an. Dazu braucht es wahrlich keinen starken Glauben, sondern einen starken Gott. Und weil dieser starke Gott uns in seiner göttlichen Kraft trägt, kann Er es sich leisten, seine Kinder immer wieder mal durch ein Übungsfeld zu führen. „War dies soeben eine Glaubensübung?“ weiterlesen
Geben und empfangen als Beziehungsgrundlage
Ist doch logisch – ein längst bekannter Grundsatz! Bis die praktische Situation zum Aha-Erlebnis führt. Und plötzlich wird es spannend.
27.11.2017. Zweimal pro Woche besuche ich meine Ehefrau im Pflegeheim. 2 Stunden Hin- und 2 Stunden Rückfahrt. Mit ÖV. Meine Frau ist es wert, dass ich einiges auf mich nehme, um ihr meine Anteilnahme an ihrem schweren Leidensweg zu zeigen. „Geben und empfangen als Beziehungsgrundlage“ weiterlesen
