Römer 8,28 – Ein Axiom und die Konsequenzen

Mit dem Besuch der Notfallstation beginnt eine ganze Abfolge von Terminen. Untersuchungen, Diagnosestellung, Operation. Darauf folgt eine äusserst spannende Zeit, bis das Resultat der Histologie (Gewebeuntersuchung) bekannt gegeben wird. In dieser Zeit ist kein Ausweichen möglich, kein Verdrängen, kein Schönreden. Die Grundstruktur des Denkens und des Gottvertrauens werden in einem hellen Scheinwerferlicht durchleuchtet und geprüft. Und man muss Antworten finden, die dem Sturm standhalten. Es ist das, was ich gerade durchlebe, während ich dies schreibe.

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Vorbild in der Anbetung

Meine Eltern leiteten eine Gebetsgruppe, die sich zweiwöchentlich jeweils am Mittwoch bei uns versammelte. Für uns Kinder war diese Gruppe von einem geheimnisvollen Schleier umwoben.

An meinem 16. Geburtstag lud mich mein Vater in jenen Gebetskreis ein. Es war eine Geste, die enorme Wertschätzung ausdrückte. Dafür bin ich Vater heute noch dankbar. Ich durfte dazugehören. Ich wurde von diesen bewährten Christen ernst genommen und konnte von ihnen lernen.

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Danke! – oder doch nicht? –

Was empfinden wir, wenn wir für einen Liebesdienst keinen Dank erhalten? – oder wenn der kleine Neffe das sorgfältig ausgewählte Weihnachtsgeschenk an sich nimmt, die Geberin oder den Geber jedoch keines Blickes würdigt und auch kein „Merci“ über die Lippen bringt?

Dürfen wir Dank erwarten? Dürfen wir dies unter Umständen sogar signalisieren? – oder strafen wir uns dabei selbst? Und müssen wir für eine empfangene Gabe in jedem Fall danke sagen? In all diesen Fragen schwingen tiefe und unterschiedlichste Gefühle mit. Vermutlich gibt es in unserer Kultur nur wenige andere Wörter, die ebenso stark mit Gefühlen besetzt sind. Warum ist das so?

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Eine unvergessliche Lektion

Tagetes – sie wecken alte Erinnerungen

Es war in den ersten 1980-er Jahren. Meine liebe Ehefrau legte grossen Wert darauf, dass unser Zuhause einen gediegenen, schmucken Eindruck erweckt. Schliesslich sind wir Kinder des allergrössten Königs. Das soll man auch von aussen her wahrnehmen können. So legte sie vor dem Hauseingang eine Blumenrabatte an und bepflanzte sie mit Tagetes in froh leuchtenden Farben.

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Rosmaries Lieblingsverse – ein Vermächtnis

Bild: Hannelore Wüthrich, Aquarell 2019

Zwei Bibelverse, die zum Aha-Erlebnis werden.

Wenn ein Mensch nicht mehr da ist, leben die Erinnerungen auf. In diesem Sinn beschäftigen mich im Moment zwei Verse aus dem 1. Petrusbrief. Rosmarie hat sie in manchen Situationen nicht nur zitiert, sondern auch ganz praktisch danach gehandelt.
Sie war jedoch fest davon überzeugt, dass fast alle deutschen Übersetzungen das richtige Verständnis dieser beiden Verse verhindern. Und wenn das Verstehen auf der Strecke bleibt, fehlt dem Wort logischerweise die Durchschlagskraft. Worum handelt es sich?

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So praktisch kann Gottes Wort helfen

So praktisch kann Gottes Wort helfen

Während Jahrzehnten hatte ich das Vorrecht, in der Heiligen Schrift zu forschen. Auf diese Weise wurde in der langen Zeit insgesamt viel biblisches Wissen gespeichert. Und jedes Mal erfüllt es mich mit Genugtuung, wenn ich auf diesen reichen Schatz zurückgreifen kann, sei es in Gesprächen mit Menschen, oder wenn ich um Rat gefragt werde.

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Was ist normal?

Was ist normal?

Gestern war ich an einem bemerkenswerten Gespräch beteiligt. Es ging um das zunehmende Suchtverhalten in unserer Gesellschaft und wie sich dieses belastend auf die Arbeitsqualität und ebenso auf das Umfeld auswirkt. Zur Sprache kamen nicht die schweren Süchte wie z.B. Drogenkonsum. Die vielen kleinen, von der Gesellschaft tolerierten und in der persönlichen Sichtweise heruntergespielten Süchte oder Süchtchen können insgesamt sehr negative Resultate hervorbringen.

Und gleich kam die Illustration

Ich war im Zug auf der Heimfahrt. Schräg vor mir nahmen eine auffallend übergewichtige Frau und ein schätzungsweise 10 Jahre altes Mädchen Platz. Das Smartphone wurde ausgepackt, um den Einkaufszettel zusammenzustellen.

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Konfliktbewältigung

Bergidyll

Gestern war ich eingeladen, als Gast einem herausfordernden Vortrag zum Thema „Konfliktbewältigung“ beizuwohnen. Der Ort der Zusammenkunft war kein Schulraum, keine Kirche, kein Konferenzzentrum. In idyllischer, friedlicher Umgebung sassen wir in einer gemütlichen Tischrunde in der Alphütte. Auch das feine Essen fehlte nicht: Ein reichhaltiges Raclette mit echtem, auf jener Alp hergestellten Raclettekäse. Und wie könnte es anders sein – zum Dessert gehörte reichlich „gschwungeni Nidle“ (Schlagrahm), die so völlig anders schmeckte, als was im Supermarkt erhältlich ist. Der Kontrast zwischen Thematik und Ambiente hätte nicht besser gewählt werden können.

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Israel und sein Land

Gibt es ein Thema, welches mit mehr Spannung behaftet ist als „Israel und sein Land“? – Und dies bereits während Jahrtausenden! Wem gehört jener Landstreifen zwischen Mittelmeer und Jordan? Je nach Blickwinkel, aus welchem argumentiert wird, kommt man zu sehr unterschiedlichen Meinungen. Alle gehen davon aus, das Recht auf ihrer Seite zu haben. Aber wer hat wirklich recht? „Israel und sein Land“ weiterlesen

Der Gebets-Bumerang

Heute hörte ich eine Predigt, die mich noch während einiger Zeit beschäftigte. Es ging um das Gleichnis von der bittenden Witwe und dem ungerechten Richter in Lukas 18,1-8. Das Gleichnis ist eine Ermunterung zum beharrlichen Beten. Ich freute mich sehr über die sorgfältige Auslegung des Textes und den klaren Hinweis, dass beharrliches Gebet nicht dazu dienen kann, den Willen Gottes zu manipulieren. Die Ausführungen mündeten in den Gedanken, dass das Gebet vor allem auch eine Rückwirkung auf den Betenden habe, wie dies im „Unser-Vater“ Gebet deutlich zum Ausdruck komme: „…vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben …“

Das Unser-Vater verlangt also von uns eine Handlungsweise, welche unserer Bitte entspricht. Unser Handeln entspringt jedoch dem Denken. Somit will Gott, wenn wir zu Ihm beten, unser Denken verändern und erneuern. Bei diesem Gedanken standen gleich zwei sprechende Beispiele aus der Bibel vor mir. „Der Gebets-Bumerang“ weiterlesen