Ein seltenes Bild

War dieser Sonnenuntergang ein Sinnbild für unsere Zeit? Heute, 7.08.2018 um 20:40 Uhr ist dieses Bild entstanden. Es ist der Blick von meinem Fenster aus über den Thunersee. Über dem Tal bricht die Dunkelheit herein, aber vom Seeende her beleuchtet die Abendsonne den Leissiggrat und weil es dazwischen regnet, ist dort der Regenbogen als Zeuge der Gnade Gottes zu sehen (1Mose 9,12-17).

So liegen auch dunkle Schatten über unserer Welt. Wir sind uns bewusst, welche Mächte hinter den Mächtigen der Welt am Werk sind. Und doch leuchtet Gottes Gnade noch hell und einladend für alle, die sich nach seinem Heil sehnen. Der Bund der Gnade steht trotz allen Wirren unserer Zeit fest.

Das zweite Bild zeigt das Licht, welches von der untergehenden Sonne von Westen her kam und am Leissiggrat (oberes Bild) das Alpenglühen hervorrief.

Blutmond

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2018 war eine „Jahrhundert-Mondfinsternis“ zu erleben. Mit etwas Geduld war es trotz leicht bewölktem Himmel möglich, aus meinem Südfenster einige schöne Bilder zu schiessen.

Das erste Bild entstand um 21:58 Uhr, als der Mond über dem Gipfel des Mönchs erschien. Das Bild ist aufgehellt, damit der Berg sichtbar wird.

 

Beim zweiten Bild um 22:18 Uhr zeigte der Mond seine schöne „Blutfarbe“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 22:58 Uhr erreichte der Mond den Rand des Kernschattens. Auf der linken Seite wird die Beleuchtung stärker.
0:18 Uhr. Im Übergang vom Schatten ins Sonnenlicht wird ein für mich neues Detail sichtbar: Unten etwas links von der Mitte ist ein kleiner Kreis zu sehen. Von diesem Kreis führen helle Linien wie Meridiane über die Mondkugel, so dass diese an einen Kürbis oder eine Melone erinnern könnte.

Nachtrag:

Im Blick auf die von mir erwähnten Linien, die wie Meridiane über die Mondkugel laufen, wurde mir bereits eine Erklärung zugesandt. Laut Wikipedia handelt es sich um das Strahlensystem des Mondkraters Tycho

https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlensystem

Traumatischer Augenblick

Verstand, Wille, Gefühl, welch kostbare Gaben Gottes! Eine Dreierseilschaft, die zu wunderbaren Kompositionen des Lebens begabt ist. Und wenn der richtige Führer vorangeht, erreicht die Seilschaft auch durch anstrengende Wegstrecken das Ziel. Wille und Gefühl anvertrauen sich der Führung des Verstandes. Zumindest in der Regel. Doch kennen wir auch die Augenblicke, in welchen diese gute Regel durchbrochen wird?

Den Psalmsängern, den Söhnen Korachs, waren solche Erfahrungen nicht unbekannt. In Ps 42,7 schrieben sie: „Mein Gott, aufgelöst ist meine Seele in mir.“ „Traumatischer Augenblick“ weiterlesen

Der Gebets-Bumerang

Heute hörte ich eine Predigt, die mich noch während einiger Zeit beschäftigte. Es ging um das Gleichnis von der bittenden Witwe und dem ungerechten Richter in Lukas 18,1-8. Das Gleichnis ist eine Ermunterung zum beharrlichen Beten. Ich freute mich sehr über die sorgfältige Auslegung des Textes und den klaren Hinweis, dass beharrliches Gebet nicht dazu dienen kann, den Willen Gottes zu manipulieren. Die Ausführungen mündeten in den Gedanken, dass das Gebet vor allem auch eine Rückwirkung auf den Betenden habe, wie dies im „Unser-Vater“ Gebet deutlich zum Ausdruck komme: „…vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben …“

Das Unser-Vater verlangt also von uns eine Handlungsweise, welche unserer Bitte entspricht. Unser Handeln entspringt jedoch dem Denken. Somit will Gott, wenn wir zu Ihm beten, unser Denken verändern und erneuern. Bei diesem Gedanken standen gleich zwei sprechende Beispiele aus der Bibel vor mir. „Der Gebets-Bumerang“ weiterlesen

5+1 Sprachen der Liebe

Vor kurzem wurde mir ein neues, sehr empfehlenswertes Buch von Gary Chapman geschenkt: „Liebe vergisst man nicht“ – Untertitel: „Menschen mit Demenz über die 5 Sprachen der Liebe erreichen.“ Das Buch ist echt berührend geschrieben und enthält manche hilfreiche Tipps für den liebevollen Umgang mit Menschen, die an dementiellen Krankheiten leiden. Dabei wurde besonders auch an die Bedürfnisse der Begleitpersonen gedacht.

Als erstes beschäftigte ich mich intensiv mit den im Buch empfohlenen 5 Sprachen der Liebe:

  1. Lob und Anerkennung
  2. Zweisamkeit
  3. Geschenke
  4. Hilfsbereitschaft
  5. Zärtlichkeit

Jedem dieser fünf Punkte sind je 12 Aussagen zugeordnet. Alles recht plausibel. Nachdem ich die Ausführungen verinnerlicht hatte, wurde mir jedoch klar, dass die für mich wichtigste Sprache der Liebe völlig unbeachtet blieb. Es handelt sich um jene Sprache, welche meine Ehefrau mit Vorliebe benützte – und die ich mit der Zeit bei ihr gelernt habe. In dieser Sprache kommunizierten wir in ganz besonderen Augenblicken. „5+1 Sprachen der Liebe“ weiterlesen

Doppelter Segen

Trennung und doppelter Segen

Öfter als mir lieb ist, wird mir Mitleid bezeugt, weil meine schwerkranke Ehefrau weit von mir weg in einem Heim im Simmental wohnt. Aber selbst wenn die Anteilnahme ehrlich gemeint ist, mag ich dieses Stehenbleiben bei den Problemen nicht. Deshalb reagierte ich vor etlichen Tagen in ungewöhnlicher Weise und sagte: „Gott verfolgt eine gute Absicht und hat uns auseinander genommen.“ Natürlich provozierte dieser Satz und löste zunächst ungläubiges Kopfschütteln aus. Bis ich einige Erklärungen hinzufügte. „Doppelter Segen“ weiterlesen

„Ein König stirbt“ – Bibelstudium zum Karfreitag

Kruzifix in Saas Fee

Als meine Ehefrau im Herbst 2016 noch einigermassen reisefähig war, besuchten wir Saas Fee im Wallis. Dort entstand nebenstehendes Bild vom gekreuzigten Christus. Über Kruzifixe kann man geteilter Meinung sein. „Wir haben keinen toten Heiland, Jesus lebt“, wird oft – und natürlich auch zu Recht – argumentiert. Aber ohne Karfreitag gibt es kein Ostern, ohne Kreuzestod keine Auferstehung! Jedenfalls hat mich dieses Kreuz angesprochen, nicht wegen der Skulptur mit allem Drum und Dran, sondern wegen dem Zitat aus Philipper 2,8. „Er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz.“ Damit wird die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu auf den Punkt gebracht. „„Ein König stirbt“ – Bibelstudium zum Karfreitag“ weiterlesen

Offener Theismus – welche Kräfte wirken hier?

Am 25. Januar 2018 veröffentlichte Ideaschweiz.ch ein  Interview mit Dr. Manuel Schmid unter dem provokativen Titel: „Gott hat keinen Plan für dein Leben!“ Einsehbar unter folgendem Link: http://www.ideaschweiz.ch/glaube/detail/gott-hat-keinen-plan-fuer-dein-leben-104002.html

Dr. Manuel Schmids Thesen und Argumente wurden in der Zwischenzeit ausreichend und in guter Weise widersprochen. Siehe:
http://www.ideaschweiz.ch/spektrum/detail/gott-hat-alles-unter-kontrolle-104224.html
http://hanniel.ch/2018/01/31/der-offene-theismus-schliesst-die-luecke-in-der-nach-evangelikalen-dogmatik-eine-stellungnahme/

Ich beabsichtige keineswegs diesen Stellungnahmen noch etwas zuzufügen. Mir geht es viel mehr um eine Antwort auf die Frage: Wie ist es überhaupt möglich, dass Menschen auf der Suche nach der Wahrheit in solchen Irrtümern landen? Wenn Sie mit mir dieser Frage nachgehen möchten, klicken Sie auf „weiterlesen“! „Offener Theismus – welche Kräfte wirken hier?“ weiterlesen

Der Durchblick

Durchblick

Wie oft ist der Himmel mit Wolken verhangen und sind unsere Wege verdunkelt. Bis die Sonne durch ein Wolkenloch durchdringt und die Konturen im geheimnisvollen Dunkel erkennen lässt.

Vor wenigen Tagen berichtete ich von meinem Jubiläumsfest mitten in herausfordernden Umständen. Und wie ich meine geplante Tischrede „Grossvater erzählt aus seinem Leben“ sang- und klanglos beerdigen musste. „Der Durchblick“ weiterlesen