Rosmarie Kuhn-Widmer 7. Januar 1942 bis 1. Januar 2020
Ziel
erreicht
Am 27.12.2019 erhielt ich einen Anruf aus dem „Haus Fuhrenmatte“, Boltigen. Meine Ehefrau sei am Sterben, erklärte mir die Leiterin. Sie habe ein gutes Klappbett organisiert, so dass ich die letzten Stunden bei meiner Liebsten verbringen könne.
Während Jahrzehnten hatte ich das Vorrecht, in der Heiligen Schrift zu forschen. Auf diese Weise wurde in der langen Zeit insgesamt viel biblisches Wissen gespeichert. Und jedes Mal erfüllt es mich mit Genugtuung, wenn ich auf diesen reichen Schatz zurückgreifen kann, sei es in Gesprächen mit Menschen, oder wenn ich um Rat gefragt werde.
Gestern war ich an einem bemerkenswerten Gespräch beteiligt. Es
ging um das zunehmende Suchtverhalten in unserer Gesellschaft und wie
sich dieses belastend auf die Arbeitsqualität und ebenso auf das
Umfeld auswirkt. Zur Sprache kamen nicht die schweren Süchte wie
z.B. Drogenkonsum. Die vielen kleinen, von der Gesellschaft
tolerierten und in der persönlichen Sichtweise heruntergespielten
Süchte oder Süchtchen können insgesamt sehr negative Resultate
hervorbringen.
Und gleich kam die Illustration
Ich war im Zug auf der Heimfahrt. Schräg vor mir nahmen eine auffallend übergewichtige Frau und ein schätzungsweise 10 Jahre altes Mädchen Platz. Das Smartphone wurde ausgepackt, um den Einkaufszettel zusammenzustellen.
Gestern
war ich eingeladen, als Gast einem herausfordernden Vortrag zum Thema
„Konfliktbewältigung“ beizuwohnen. Der Ort der
Zusammenkunft war kein Schulraum, keine Kirche, kein
Konferenzzentrum. In idyllischer, friedlicher Umgebung sassen wir in
einer gemütlichen Tischrunde in der Alphütte. Auch das feine Essen
fehlte nicht: Ein reichhaltiges Raclette mit echtem, auf jener Alp
hergestellten Raclettekäse. Und wie könnte es anders sein – zum
Dessert gehörte reichlich „gschwungeni Nidle“
(Schlagrahm), die so völlig anders schmeckte, als was im Supermarkt
erhältlich ist. Der Kontrast zwischen Thematik und Ambiente hätte
nicht besser gewählt werden können.
Am 1. August 2019 wird im HAUS FUHRENMATTE in Boltigen mit den Gästen (=Patienten) der Geburtstag der Schweiz gefeiert – und ich werde zum ersten Mal in meinem Leben eine Ansprache zum Nationalfeiertag halten. Es ist eine Gelegenheit, meine Blog-Leser auch daran teilhaben zu lassen.
Ansprache zum Nationalfeiertag
Liebe Gäste, liebe Angehörige, liebe Mitarbeitende des HAUSES FUHRENMATTE
Wir haben gemeinsam unsere Schweizerische Nationalhymne gesungen.
Es ist ein Hymnus, der meisterhaft zum Ausdruck bringt, was der
eigentliche Inhalt dieses Feiertags sein soll. Jede Strophe schildert
etwas von der Schönheit und Einzigartigkeit unseres wunderschönen
Landes. Und jede Strophe endet mit der Feststellung: Eure fromme
Seele ahnt, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Gestern (16.07.2019) konnte ich aus meinem Fenster beobachten, wie der Nachwuchs eines Rotmilan-Pärchens das Fliegen trainieren musste. Während die überwachenden Altvögel majestätisch ihre Serpentinen zogen, kämpfte die Jugend mit kräftigen Flügelschlägen gegen die Schwerkraft. Die Übungsstrecken waren entsprechend begrenzt, dann war wieder eine Verschnaufpause nötig.
Letzten
Sonntag war Familienfest, ein Doppeljubiläum. Die Jubilaren – auch
im vorgerückten Alter mit Enkeln im Teeny-Alter – hatten bereits bei
anderen Gelegenheiten bewiesen, dass sie viel Wert auf
Familienzusammenhalt legen. Und das war es denn auch, was bei diesem
Fest besonders berührte. Vier Generationen, die gemeinsam feierten,
sich gemeinsam freuten und einander Freude bereiteten. Was mich
jedoch am meisten überraschte, war der unglaubliche Einsatz einiger
Teenager-Mädchen, die in der Vorbereitung viel Zeit und Kreativität
investiert hatten, um das Fest nicht nur schön, sondern exzellent
und wirklich besonders zu gestalten.
Morgen beginnt ein neues Jahr. Niemand weiss, was es bringen wird. Bei vielen Menschen gehen die Gedanken gleich zu den selbstherrlichen Machthabern der Weltbühne. Deshalb erwarten sie nichts Gutes.
Schade! – Denn die Weltgeschichte wird weder von Putin, noch von Trump, weder von Erdogan, noch von Assad und auch nicht von Chinas Einheitspartei geschrieben. Der alles entscheidende Thron steht im Himmel. Unser Herr Jesus Christus ist nach seiner Auferstehung zum Himmel zurück gekehrt, und Er hat sich mit seinem Vater auf dessen Thron gesetzt.
Darum: Was auch immer im neuen Jahr auf uns zukommen wird, es kann nicht ohne den Willen Gottes geschehen. Dieses Wissen gibt uns Mut und Gelassenheit. „Regie im Himmel“ weiterlesen
War dieser Sonnenuntergang ein Sinnbild für unsere Zeit? Heute, 7.08.2018 um 20:40 Uhr ist dieses Bild entstanden. Es ist der Blick von meinem Fenster aus über den Thunersee. Über dem Tal bricht die Dunkelheit herein, aber vom Seeende her beleuchtet die Abendsonne den Leissiggrat und weil es dazwischen regnet, ist dort der Regenbogen als Zeuge der Gnade Gottes zu sehen (1Mose 9,12-17).
So liegen auch dunkle Schatten über unserer Welt. Wir sind uns bewusst, welche Mächte hinter den Mächtigen der Welt am Werk sind. Und doch leuchtet Gottes Gnade noch hell und einladend für alle, die sich nach seinem Heil sehnen. Der Bund der Gnade steht trotz allen Wirren unserer Zeit fest.
Das zweite Bild zeigt das Licht, welches von der untergehenden Sonne von Westen her kam und am Leissiggrat (oberes Bild) das Alpenglühen hervorrief.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2018 war eine „Jahrhundert-Mondfinsternis“ zu erleben. Mit etwas Geduld war es trotz leicht bewölktem Himmel möglich, aus meinem Südfenster einige schöne Bilder zu schiessen.
Das erste Bild entstand um 21:58 Uhr, als der Mond über dem Gipfel des Mönchs erschien. Das Bild ist aufgehellt, damit der Berg sichtbar wird.
Beim zweiten Bild um 22:18 Uhr zeigte der Mond seine schöne „Blutfarbe“.
Um 22:58 Uhr erreichte der Mond den Rand des Kernschattens. Auf der linken Seite wird die Beleuchtung stärker.
0:18 Uhr. Im Übergang vom Schatten ins Sonnenlicht wird ein für mich neues Detail sichtbar: Unten etwas links von der Mitte ist ein kleiner Kreis zu sehen. Von diesem Kreis führen helle Linien wie Meridiane über die Mondkugel, so dass diese an einen Kürbis oder eine Melone erinnern könnte.
Nachtrag:
Im Blick auf die von mir erwähnten Linien, die wie Meridiane über die Mondkugel laufen, wurde mir bereits eine Erklärung zugesandt. Laut Wikipedia handelt es sich um das Strahlensystem des Mondkraters Tycho