Römer 8,28 – Ein Axiom und die Konsequenzen

Mit dem Besuch der Notfallstation beginnt eine ganze Abfolge von Terminen. Untersuchungen, Diagnosestellung, Operation. Darauf folgt eine äusserst spannende Zeit, bis das Resultat der Histologie (Gewebeuntersuchung) bekannt gegeben wird. In dieser Zeit ist kein Ausweichen möglich, kein Verdrängen, kein Schönreden. Die Grundstruktur des Denkens und des Gottvertrauens werden in einem hellen Scheinwerferlicht durchleuchtet und geprüft. Und man muss Antworten finden, die dem Sturm standhalten. Es ist das, was ich gerade durchlebe, während ich dies schreibe.

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Vorbild in der Anbetung

Meine Eltern leiteten eine Gebetsgruppe, die sich zweiwöchentlich jeweils am Mittwoch bei uns versammelte. Für uns Kinder war diese Gruppe von einem geheimnisvollen Schleier umwoben.

An meinem 16. Geburtstag lud mich mein Vater in jenen Gebetskreis ein. Es war eine Geste, die enorme Wertschätzung ausdrückte. Dafür bin ich Vater heute noch dankbar. Ich durfte dazugehören. Ich wurde von diesen bewährten Christen ernst genommen und konnte von ihnen lernen.

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Eine unvergessliche Lektion

Tagetes – sie wecken alte Erinnerungen

Es war in den ersten 1980-er Jahren. Meine liebe Ehefrau legte grossen Wert darauf, dass unser Zuhause einen gediegenen, schmucken Eindruck erweckt. Schliesslich sind wir Kinder des allergrössten Königs. Das soll man auch von aussen her wahrnehmen können. So legte sie vor dem Hauseingang eine Blumenrabatte an und bepflanzte sie mit Tagetes in froh leuchtenden Farben.

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Israel und sein Land

Gibt es ein Thema, welches mit mehr Spannung behaftet ist als „Israel und sein Land“? – Und dies bereits während Jahrtausenden! Wem gehört jener Landstreifen zwischen Mittelmeer und Jordan? Je nach Blickwinkel, aus welchem argumentiert wird, kommt man zu sehr unterschiedlichen Meinungen. Alle gehen davon aus, das Recht auf ihrer Seite zu haben. Aber wer hat wirklich recht? „Israel und sein Land“ weiterlesen

Der Gebets-Bumerang

Heute hörte ich eine Predigt, die mich noch während einiger Zeit beschäftigte. Es ging um das Gleichnis von der bittenden Witwe und dem ungerechten Richter in Lukas 18,1-8. Das Gleichnis ist eine Ermunterung zum beharrlichen Beten. Ich freute mich sehr über die sorgfältige Auslegung des Textes und den klaren Hinweis, dass beharrliches Gebet nicht dazu dienen kann, den Willen Gottes zu manipulieren. Die Ausführungen mündeten in den Gedanken, dass das Gebet vor allem auch eine Rückwirkung auf den Betenden habe, wie dies im „Unser-Vater“ Gebet deutlich zum Ausdruck komme: „…vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben …“

Das Unser-Vater verlangt also von uns eine Handlungsweise, welche unserer Bitte entspricht. Unser Handeln entspringt jedoch dem Denken. Somit will Gott, wenn wir zu Ihm beten, unser Denken verändern und erneuern. Bei diesem Gedanken standen gleich zwei sprechende Beispiele aus der Bibel vor mir. „Der Gebets-Bumerang“ weiterlesen

5+1 Sprachen der Liebe

Vor kurzem wurde mir ein neues, sehr empfehlenswertes Buch von Gary Chapman geschenkt: „Liebe vergisst man nicht“ – Untertitel: „Menschen mit Demenz über die 5 Sprachen der Liebe erreichen.“ Das Buch ist echt berührend geschrieben und enthält manche hilfreiche Tipps für den liebevollen Umgang mit Menschen, die an dementiellen Krankheiten leiden. Dabei wurde besonders auch an die Bedürfnisse der Begleitpersonen gedacht.

Als erstes beschäftigte ich mich intensiv mit den im Buch empfohlenen 5 Sprachen der Liebe:

  1. Lob und Anerkennung
  2. Zweisamkeit
  3. Geschenke
  4. Hilfsbereitschaft
  5. Zärtlichkeit

Jedem dieser fünf Punkte sind je 12 Aussagen zugeordnet. Alles recht plausibel. Nachdem ich die Ausführungen verinnerlicht hatte, wurde mir jedoch klar, dass die für mich wichtigste Sprache der Liebe völlig unbeachtet blieb. Es handelt sich um jene Sprache, welche meine Ehefrau mit Vorliebe benützte – und die ich mit der Zeit bei ihr gelernt habe. In dieser Sprache kommunizierten wir in ganz besonderen Augenblicken. „5+1 Sprachen der Liebe“ weiterlesen

„Ein König stirbt“ – Bibelstudium zum Karfreitag

Kruzifix in Saas Fee

Als meine Ehefrau im Herbst 2016 noch einigermassen reisefähig war, besuchten wir Saas Fee im Wallis. Dort entstand nebenstehendes Bild vom gekreuzigten Christus. Über Kruzifixe kann man geteilter Meinung sein. „Wir haben keinen toten Heiland, Jesus lebt“, wird oft – und natürlich auch zu Recht – argumentiert. Aber ohne Karfreitag gibt es kein Ostern, ohne Kreuzestod keine Auferstehung! Jedenfalls hat mich dieses Kreuz angesprochen, nicht wegen der Skulptur mit allem Drum und Dran, sondern wegen dem Zitat aus Philipper 2,8. „Er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz.“ Damit wird die Bedeutung des Kreuzestodes Jesu auf den Punkt gebracht. „„Ein König stirbt“ – Bibelstudium zum Karfreitag“ weiterlesen

Offener Theismus – welche Kräfte wirken hier?

Am 25. Januar 2018 veröffentlichte Ideaschweiz.ch ein  Interview mit Dr. Manuel Schmid unter dem provokativen Titel: „Gott hat keinen Plan für dein Leben!“ Einsehbar unter folgendem Link: http://www.ideaschweiz.ch/glaube/detail/gott-hat-keinen-plan-fuer-dein-leben-104002.html

Dr. Manuel Schmids Thesen und Argumente wurden in der Zwischenzeit ausreichend und in guter Weise widersprochen. Siehe:
http://www.ideaschweiz.ch/spektrum/detail/gott-hat-alles-unter-kontrolle-104224.html
http://hanniel.ch/2018/01/31/der-offene-theismus-schliesst-die-luecke-in-der-nach-evangelikalen-dogmatik-eine-stellungnahme/

Ich beabsichtige keineswegs diesen Stellungnahmen noch etwas zuzufügen. Mir geht es viel mehr um eine Antwort auf die Frage: Wie ist es überhaupt möglich, dass Menschen auf der Suche nach der Wahrheit in solchen Irrtümern landen? Wenn Sie mit mir dieser Frage nachgehen möchten, klicken Sie auf „weiterlesen“! „Offener Theismus – welche Kräfte wirken hier?“ weiterlesen